Neuer Tiegelgas-Gasometer für voestalpine in Linz 2 Minuten Lesezeit
Energie

Neuer Tiegelgas-Gasometer für voestalpine in Linz

Stephanie Bauer
Als voestalpine Digital Native der ersten Stunde ist Stephanie Bauer für die Corporate Online & Social Media Strategie verantwortlich, als Chef vom Dienst für das Themenmanagement im Newsroom.

Der wartungsintensive Teleskopgasometer am Werksgelände der voestalpine Stahl in Linz wird durch einen neuen Tiegelgas-Gasometer ersetzt. Dieser ist mit der bereits bewährten Scheibentechnologie ausgestattet.

Neuer Tiegelgas-Gasometer für voestalpine in LinzIm Hüttenwerk fallen bei der Roheisen- und Stahlerzeugung unterschiedlichste Gase an, die weiter verwertet und bis zu ihrer Verwendung in sogenannten Gasometern zwischengespeichert werden. Auf dem voestalpine-Gelände befinden sich bereits drei Behälter für diese Aufgabe. Aufgrund seiner Wartungsintensität wird der jüngste Gasometer, ein Teleskop-Glockengasometer, nun durch einen Neubau ersetzt. Ein Scheibengasometer braucht im Gegensatz zur Teleskoptechnologie kein Wasserbecken. Dies reduziert den Bodendruck merklich und erleichtert dadurch die Standortwahl. Während der Teleskopgasometer ein Nutzvolumen von 57.000 m³ aufweist, hat der neue Gasometer ein Fassungsvermögen von 80.000 m³. Ursprünglich war geplant einen Gasometer mit einem Volumen von 100.000 m³ zu errichten. Aus einer im Vorfeld durchgeführten Studie stellte sich jedoch heraus, dass eine Vergrößerung des Nutzvolumens nur zu einer geringen Mehrverwertung an Tiegelgas führt.

Das Aufwändigste bei der Errichtung des 65 m hohen Turms war die Einrichtung der ersten Eckpfosten, da diese millimetergenau angepasst werden mussten. Diese tragen am Ende die Stahlwände und sind somit der sensibelste Baubereich. Nachdem das Fundament gegossen und die Pfosten in den Ankerkästen verschraubt wurden, konnte das Dach montiert und die 286,5 t schwere Scheibe eingesetzt werden. Im Anschluss daran wurde die Scheibe mit Dach schrittweise mit einem Luftgebläse angehoben und die Wandbleche eingesetzt. Durch die Ölabdichtung an der Behälterwandung schwimmt die Scheibe fast reibungsfrei auf dem Tiegelgas. Dadurch kann das Gas bei konstantem Druck eingelagert und ausgelagert und somit Schwankungen in der Gasproduktion rasch ausgeglichen werden.

Auf der Außenwand des neuen Gasometers wird eine gepixelte Skyline der Hochofenstraße abgebildet. Darüber hinaus wird am Aufzugsschacht eine LED-Anzeige montiert, die den aktuellen Füllstand oder andere Daten und Fakten visualisiert. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Gasometers erfolgt im Februar 2012.