Neue Konzepte für die Windenergie – Teil 2 2 Minuten Lesezeit
Energie

Neue Konzepte für die Windenergie – Teil 2

Stephanie Bauer
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Im Zuge eines Pilotprojekts für Windenergie in Deutschland beteiligte sich voestalpine an der Entwicklung eines neuen Gitterturmprototyps mit deutlichen Vorteilen gegenüber herkömmlichen Bauweisen.

Neu Konzepte für die WindenergieBeim Prototypen war voestalpine neben technischer Expertise vor allem für die Gesamtabwicklung des so genannten Rohrübergangsstücks verantwortlich. Dieser Teil, der auch Stahl aus eigener Produktion enthält, ist rund 3,2 Meter im Durchmesser und 6 Meter lang und stellt gewissermaßen die sicherheitskritische Turmspitze dar, an der dann die Turbine befestigt wird.

Der stählerne Prototyp, an dem nun der Nachweis der Wartungsfreiheit erbracht werden soll, wird nördlich von Hamburg unter realen Einsatzbedingungen seinen Dienst aufnehmen. Die Versuchsanlage ist „nur“ 60 Meter hoch und wurde komplett zugelassen, das heißt in jedem Detail TÜV-zertifiziert. Die Anlage funktioniert im Echtbetrieb und liefert auch Strom. An den neuartigen Verbindungen, die bereits zwei Jahre lang in intensiven Tests bei den Fraunhofer-Experten geprüft wurden, sind Sensoren angebracht, die messen, wie stabil sie unter Echtbedingungen tatsächlich sind. Der Erfolg des Prototypen wird daher maßgeblich darüber entscheiden, ob sich die Gitterturmbauweise auf lange Sicht wird durchsetzen können – dann ist aufgrund seiner Vorteile gegenüber anderen Varianten ein großer Erfolg zu erwarten.

voestalpine setzt in diesem Projekt auf das umfassende Know-how aus allen Konzernbereichen, vom Werkstoff über Spezialprofile, Anarbeitung und übergreifende Services wie Logistik. Diese Stärken innerhalb eines Konzerns und noch dazu global anbieten zu können, erweist sich als wichtiger Vorteil gegenüber Mitbewerbern. Denn wer eine Windkraftanlage baut, möchte möglichst wenige Partner, die ihm dafür die Lösungen möglichst aus einer Hand anbieten und ständig weiterentwickeln. Es geht also künftig noch stärker als bisher um die Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette in der Windkraft und nicht nur um einzelne Produkte.

voestalpine – schon heute einer der technologisch führenden Lieferanten für Windkraftanlagen, etwa bei Generatoren (Elektroband), Grobblechen, Profilen, Schweißzusatzstoffen oder in der Anarbeitung – arbeitet bereits intensiv an der Windkraft der nächsten Generation. So werden etwa neue Technologien für Fundamente im Offshore-Bereich, noch leichtere, aber gleichzeitig deutlich stabilere Spezialprofile für Turmkonstruktionen erforscht und auch gemeinsam mit Herstellern an neu konzipierten, größeren Rotorblättern gearbeitet.

Stephanie Bauer
  1. Die Entwicklung des ersten wartungsfreien Gitterturms - voestalpine - 09. September 2013 - 15:20
    […] wurde der Wartungsaufwand 2009 vermindert und voestalpine forschte und entwickelte weiter am Turmkonzept. Im ersten Schritt wurden die Eckprofile, die aus Spezial-Walzprofilen gefertigt wurden, durch […]