Mobile Photovoltaikanlagen von voestalpine Sadef 3 Minuten Lesezeit
Energie

Mobile Photovoltaikanlagen von voestalpine Sadef

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Nicht nur nachhaltig, sondern auch mobil, ist das Solaraggregat, für das die belgische voestalpine Sadef eine eigens entwickelte Unterkonstruktion lieferte. Platz- und gewichtsparend sowie einfach zusammenzubauen musste sie sein, denn die Photovoltaiklösung ist vor allem für den Einsatz in entlegenen Gebieten gedacht.

Der Sonne entgegen

Für zuverlässige, mobile Energiequellen, selbst an den entlegensten Orten, ohne Anschluss an ein existierendes oder funktionierendes Netz, lassen sich natürlich viele Einsatzmöglichkeiten erträumen: Von einem Feldkrankenhaus in einem Katastrophengebiet bis hin zu Lösungen, die nur temporär benötigt werden, wie etwa Open-Air-Veranstaltungen im freien Feld. Durch Solarmodule will die so genannte „SunBox“ genau das ermöglichen. Die Besonderheit: Alles was für das kleine, mobile Photovoltaikkraftwerk benötigt wird, findet in einem 20-Fuß-Schiffscontainer Platz – die Solarpaneele selbst, sämtliche Profile und Befestigungen für die Unterkonstruktion, alle Werkzeuge, Leitern, die gesamte Verkabelung und übrige Technik. Die Frage des Transports ist mit dem Container natürlich ebenfalls automatisch gelöst: Er dient als Fundament für das vor Ort zusammengebaute Solargerüst sowie als Lagerplatz.

Zeit und Material sparen

Nicht mehr als zwei Leute werden darüber hinaus benötigt, um die SunBox innerhalb weniger als eines Tages einsatzbereit zu machen. Doch die so einfache, wie geniale Idee, wäre nicht zu verwirklichen, ohne das innovative, robuste System der belgischen voestalpine Sadef. Dieses kommt nicht nur mit weitaus weniger Vertikalträgern aus als herkömmliche Halterungs- und Tragesysteme für Solarmodule. Es ermöglicht den Monteuren auch Zeit und Material zu sparen: Solarmodule können schnell und einfach in die vorgefertigten Profile eingeschoben werden – Klemmen sind bereits integriert und müssen nicht mehr, wie sonst üblich, extra befestigt werden.

Mobile Energie für Mobiltelefonie

Das System wurde so gestaltet, dass nicht mehr als drei verschiedene Schrauben und Muttern nötig sind, um den beschichteten Stahlrahmen zusammenzusetzen, erklärt Geschäftsführer Peter Verbrugge: „Wir haben eine Struktur entwickelt, die bequem in und auf so einen Container passt. In Europa wird der Container beladen und in Afrika dann einfach wieder ausgepackt.“ Zu ihrem ersten Einsatz kam die SunBox im Frühjahr 2018. Ein Telekommunikationsunternehmen will damit mobile Telefonie auch in weniger entwickelte Gebiete Afrikas bringen. Die ersten zehn Prototypen lieferte voestalpine Sadef bereits. In den nächsten Monaten wird über weitere Lieferungen verhandelt. Weitere zukünftige Einsatzmöglichkeiten des mobilen Solaraggregats sind in Schulen und Krankenhäusern geplant.

 

Durch den transportfähigen Container kann die Anlage ohne großen Aufwand an die entlegensten Orte der Welt verbracht und aufgebaut werden. So wird der Container in Europa beladen …

 

 

 

 

… und wie hier in Nairobi, Kenia, wieder ausgepackt.

Viktoria Steininger