Energieerzeugung durch Gittertürme 2 Minuten Lesezeit
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Energieerzeugung durch Gittertürme

Stephanie Bauer
Als voestalpine Digital Native der ersten Stunde ist Stephanie Bauer für die Corporate Online & Social Media Strategie verantwortlich, als Chef vom Dienst für das Themenmanagement im Newsroom.

Der Sektor Windenergie gewinnt auch für den voestalpine-Konzern zunehmend an Bedeutung. Die Zukunft der Stromgewinnung durch Windenergie liegt im Gitterturm, wie die Präsentation des weltweit ersten wartungsfreien Gitterturms zeigte.

Auf die Bereiche Energie und Mobilität entfallen bereits 60 % des Konzernumsatzes und der  Sektor der alternativen Energiegewinnung wird zunehmend wichtiger. Aus diesem Grund hat sich voestalpine im Zusammenschluss mit einigen Partnern auf die Entwicklung eines wartungsfreien Gitterturms konzentriert. Dieses Projekt war erfolgreich und der Gitterturm stieß bei der Windenergiemesse EWEA 2013 bereits auf steigendes Interesse.

Windenergie kann durch verschiedene Bauweisen gewonnen werden: Gitterturm, Stahlrohrturm, Betonturm und Hybridvarianten der einzelnen Bauweisen. Derzeit befinden sich in den meisten Windenergieparks jedoch konische oder Betonrohrtürme. Als Grund gilt hier meist der enorme Wartungsaufwand, der bei Gittertürmen anfällt. Daher konzentrierte sich voestalpine auf die Reduktion des Wartungsaufwands und war erfolgreich. Der entwickelte Gitterturm ist komplett feuerverzinkt und somit vor Korrosion geschützt. Die Verbinder erfordern über eine Laufzeit von 20 Jahren keinen Wartungsaufwand, da ein Nachziehen oder Kontrollieren der Vorspannkraft entfällt.

Grundsätzlich spielen Gittertürme ihre Stärke in Höhen von 100m aus. Ab dieser Höhe wird ein deutlich höherer Wirkungsgrad erzielt, als bei herkömmlichen Anlagen. Ab einer Höhe von mehr als 110m werden Gittertürme im Vergleich zu Hybrid-, Stahlrohr- oder Betontürmen zudem kostengünstiger. Außerdem ist es möglich den Gitterturm wesentlich höher zu bauen als andere Varianten. Gegenüber anderen Bauarten haben Gittertürme den Vorteil, dass das vermaschte Netz von Gitterstreben dem Turm selbst viel Halt und Stabilität gibt und dieser in der Landschaft wesentlich unscheinbarer wirkt. Zusätzlich wird der Windwiderstand der Anlage durch die vielen Öffnungen zwischen den Gittern enorm minimiert. Durch das verringerte Gewicht kann auf eine größere Fundamentsetzung verzichtet werden. Daher muss die Anlage nicht mittels Sonderschwertransporten angeliefert werden, sondern ihre Bestandteile können direkt vor Ort montiert werden.