Was ist Schlacke? 2 Minuten Lesezeit
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Was ist Schlacke?

Stephanie Bauer
Als voestalpine Digital Native der ersten Stunde ist Stephanie Bauer für die Corporate Online & Social Media Strategie verantwortlich, als Chef vom Dienst für das Themenmanagement im Newsroom.

Schlacke ist ein im Zuge der Stahlerzeugung anfallendes Nebenprodukt und ist der Beschaffenheit vulkanischem Gestein wie Basalt und Granit ähnlich. Schlacke kommt vor allem in der Zement- und Bauindustrie und überwiegend im Straßenbau zum Einsatz.

LD-SchlackeSchlacken zählen zu den ursprünglichsten Gütern überhaupt. Sie sind vergleichbar mit flüssigem Magma aus dem Erdinneren. Wie natürliche Gesteine enthalten Schlacken auch Spurenelemente, diese sind aber fest in das Kristallgitter eingebunden und somit kaum auslaugbar. Beispielsweise konnte in einer Studie des Fraunhofer Instituts bei der im Straßenbau eingesetzten LD-Schlacke kein durch Abrieb verursachtes, gesundheitsgefährdendes Potential festgestellt werden. Darüber hinaus weisen Schlacken den Vorteil auf, dass sie sehr homogen aufgebaut sind. Das heißt innerhalb einzelner gewonnener Chargen sind Qualität und Beschaffenheit gleichbleibend. Dank der genauen Analyse und flächendeckenden Prozesskontrolle in der Eisen- und Stahlerzeugung ist die detaillierte Zusammensetzung jeder Schlacke bekannt. Und somit unterliegt auch die Erzeugung von Schlacke, genauso wie dem gesamten Herstellungsprozess einer permanenten Prozess- und Qualitätskontrolle. Darüber hinaus unterliegt auch die Erzeugung von Schlacke einer permanenten Prozess- und Qualitätskontrolle.

Welche unterschiedlichen Schlacke Arten gibt es?

Grundsätzlich wird zwischen Hochofenschlacke und Stahlwerksschlacke unterschieden. In der voestalpine werden die beiden Schlackearten getrennt erfasst, aufbereitet und zu Produkten weiterverarbeitet. Die Hochofenschlacke entsteht, wie der Name schon sagt, im Hochofen bei der Produktion von flüssigem Roheisen und wird Großteils zu Hüttensand verarbeitet. Hüttensand ist ein wertvoller Zuschlagstoff in der Zementindustrie.

Zu den Stahlwerksschlacken zählt hauptsächlich die LD-Schlacke, die im Zuge des Linz-Donawitz-Verfahrens gewonnen wird. Sie entsteht im LD-Konverter bei der Weiterverarbeitung von Roheisen zu Stahl.