Rückblick Brucknerhauskonzert 2019

08. Dezember 2019

Grandiose Stimmung und ergreifende Momente feierte das voestalpine Blasorchester bei seinem 41. Jahreskonzert am 28. November 2019 im Linzer Brucknerhaus.

Eines der Highlights war das gelungene Solo-Konzert von David Maslanka für Altsaxophon und Blasorchester mit Solistin Evelyne Leeb. Die langjährige Orchestermusikerin und Absolventin der Anton Bruckner Privatuniversität spielte den ersten („Fire in the Earth“) sowie fünften Satz („Mortal, Have You Seen This?“) mit großer Hingabe und Professionalität. Gänsehaut-Feeling beim Publikum war da sozusagen vorgegeben.

Mit der Ballettmusik „Les Papillons“ von Coby Lankester, arr. John de Meij, spielte das voestalpine Blasorchester bezaubernde wie neckische Klänge, die ein vierköpfiges Tanzensemble der Bruckneruniversität mit einer beeindruckenden Performance interpretierte.

Weiters auf dem Programm standen „Kaddish“ von Francis McBeth, das ein jüdisches Totengebet vertont. Als Gegenstück dazu diente „La Passerella di addio“ von Nino Rota, arr. Marcel Baars, die Titelmusik des italienischen Kinofilms „Achteinhalb“, der zwischen Realität und Irrwitz schwankt und dessen Schlussaussage ist: „Das Leben ist ein Fest, lass es uns gemeinsam erleben.“

Auch das Klangbild im Werk der voestalpine gab das Blasorchester gekonnt wieder: Mit „Foundry“ schrieb Komponist John Mackey ein Stück, bei dem das Schlagwerk die Klänge in einer Stahl-Fabrik nachahmt. Dafür nutzten die Musiker viele verschiedene, mitunter ungewöhnliche Klangkörper. Übrigens: Um diese Vielfalt bewältigen zu können, waren bei diesem Stück auch vier Bläser*innen am Schlagwerk im Einsatz. So vielseitig talentiert sind die Mitglieder des voestalpine Blasorchesters…  

Auch im Sprechgesang sind die Orchestermitglieder versiert: Bei der Zugabe „Rose des Sables“, einem rasanten Gipsy-Musik-Stück, brachten Silben-Zwischengesänge zusätzliches Feuer ins Spiel. Auch mit „Windows of the World“ von Peter Graham stand Schwungvolles („Amazonia“ und „Earth Walk“) auf dem Programm, aber auch ruhige Klänge („Celtic Dream“).

Einblicke in das Leben eines Mathematik-Genies gewährte das Orchester bei „Einstein“ von Thomas Doss, mit der geflüsterten Erkenntnis „E ist gleich m c quadrat“ inklusive.

Schließlich brillierte Evelyne Leeb noch einmal mit einem groovy Solo am Altsaxophon bei einem musikalischen Besuch des „Tango Club“ aus „Four Pictures from New York“ von Roberto Molinelli.

Mit Freude und Stolz blicken die Musikerinnen und Musiker auf das diesjährige Konzert im Linzer Brucknerhaus zurück. Wer dieses musikalische Highlight verpasst hat, kann zeitnah zumindest drei der Stücke - die zwei aufgeführten Sätze des Konzerts für Altsaxophon und Blasorchester sowie die Tanznummer „Les Papillons“ - auf dem YouTube-Channel des voestalpine Blasorchesters nachschauen.

Fotocredits: Fotostudio Eder, 4020 Linz

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