Mehr Perspektive mit der Lehre

Warum sie nach sechs Jahren im Gymnasium eine Lehre begonnen hat, erzählt uns Nadja Hemmer - sie lernt Zerspanungstechnik im 2. Lehrjahr bei Stahl Donawitz GmbH. Ihr vielversprechendes Feedback: „Mir taugt’s einfach!“

„Es ist super-abwechslungsreich! Jeder Tag bringt etwas anderes. Täglich bekommt man Einblicke, wie die Zukunft aussehen kann.“

Nadja Hemmer
Zerspanungstechnikerin im 2. Lehrjahr bei voestalpine Stahl Donawitz GmbH

Sie hat sich im Gymnasium immer leicht getan, aber dennoch kam eines Tages der Gedanke, dass sie „null Plan“ habe, was sie nach der Matura machen solle: „Mir fehlte die konkrete Perspektive - ich war einfach nicht mehr glücklich“, erinnert sich Nadja Hemmer. Über die Gründe, warum sie die Schule dann abgebrochen und eine Lehre begonnen hat, erzählt sie: „Mitläuferin war ich nie, ich bin immer meinen eigenen Weg gegangen“.

Während sie als Kind schon immer mit technischen Themen konfrontiert wurde, weil ihr Vater bei der voestalpine beschäftigt ist, waren drei Tage Praktikum in der Ausbildungsstätte ausschlaggebend dafür, dass sie die Lehre als Basis für ihren Traumberuf auserkor: „Damals haben wir einen Kerzenständer gemacht – das fand ich schon sehr spannend.“

Und jetzt? „Es ist super-abwechslungsreich! Wir arbeiten zu dritt an der Standbohrmaschine. Wir drehen Teile für eine Gewindestange. Wir drehen einen Kegel – daraus lässt sich dann wieder etwas Neues machen! Jeder Tag bringt etwas anderes. Täglich bekommt man Einblicke, wie die Zukunft aussehen kann.“

©lucaspripfl_20200909_023_Hemmer

Apropos Zukunft. Dass Nadja Hemmer voller Freude ist, weil sie nun den in der Schule vermissten „Plan“ hat, lässt sich anhand des folgenden Statements ermessen:

„Ich will die Lehrabschlussprüfung erfolgreich abschließen, ein fixer Job wär‘ super – und ich möchte unbedingt die Meisterprüfung machen – wie der Papa.“

Lehre mit Matura?

„Die Möglichkeit interessiert mich auf jeden Fall. Einige meiner Freundinnen wussten das gar nicht, dass man auch im Rahmen der Lehre Matura machen kann.“

In der Freizeit …

„… bin ich immer draußen, wenn’s geht. Radfahren, Wandern - Sport ist ein großes Thema, ich war sechs Jahre beim Leichtathletikverein, und zwei Jahre lang habe ich Handball gespielt.“

Bereut habe ich …

„Nein, ich bereue keinen Tag, den ich im Gymnasium verbracht habe. Die drei Jahre Französisch waren zum Beispiel super! Ich hab mich ja auch dort maßgeblich weiterentwickelt.“

Ein offenes Ohr hab ich immer …

„… für meine Schwester, wenn sie wen zum Reden braucht“.

Ich bin dankbar dafür, …

„… dass mich meine Eltern bei meiner Entscheidung zur Lehre unterstützt haben.“

Mit viel Engagement bei der Ausbildung: Nadja Hemmer und Sebastian Tomi sind Teamkollegen.
Mit viel Engagement bei der Ausbildung: Nadja Hemmer und Sebastian Tomi sind Teamkollegen.

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