Ankommende Zwangsarbeiterinnen der Hermann Göring Werke auf dem Weg ins Wohnlager 44 in Niedernhart. Im Hintergrund ist der Wohnblock "Am Bindermichl-Stadlerstraße" zu sehen. Quelle: Lentia Verlag

Zwangsarbeiter marschieren von der Glimpfingerstraße zu den Wohnlagern am Bindermichl. Quelle: Lentia-Verlag.at

Zwangsarbeit und ihre Erscheinungsbilder

Der Bereich II

Der zweite Bereich beschäftigt sich mit den Phasen der Rekrutierung der ausländischen Arbeitskräfte, den verschiedenen Facetten und der Instrumente von Willkür und Unterdrückung, sowie der Reglementierung des Arbeitseinsatzes. Wesentliche Kennzeichen der Zwangsarbeit im
Nationalsozialismus waren Strafe, Diskriminierung und Schädigung. Auch der Tod der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wurde in Kauf genommen.

Mit dem Einsatz der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter entstand ein menschenverachtendes System, das ausländische Arbeitskräfte in hierarchische, teils nach rassischen Kriterien festgelegte, Gruppen einteilte. Je nach Stellenwert innerhalb dieser Rangliste gestaltete sich auch die Rekrutierung der Arbeitskräfte, die Unterbringung, Entlohnung und Verpflegung unterschiedlich. Repressionen und willkürliche Bestrafungen standen vor allem für die schlechter gestellten Gruppen an der Tagesordnung, mit der Erhöhung der Arbeitszeiten und des Leistungsdruckes im Verlauf des Krieges ging man schließlich auch rigoros gegen jene Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter vor, die sich ursprünglich freiwillig für den Einsatz im Deutschen Reich gemeldet hatten.

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