voestalpine Böhler Welding

Der Prozess des E-Handschweißens

21. Mär 2017

Das E-Handschweißen ist eines der ältesten und vielseitigsten Schweißverfahren. Dabei gilt es als einfache und sichere Methode.

Beim E-Handschweißen wird ein elektrischer Lichtbogen zwischen einer umhüllten Stabelektrode und dem Werkstück gezündet; die Elektrode fungiert sowohl als Stromleiter als auch als abschmelzender Schweißzusatzwerkstoff. In der hohen Temperatur des Lichtbogens wird die Elektrode abgeschmolzen und geht tropfenförmig in das Schweißbad über. Dabei bilden sich Gase, die den Lichtbogen stabilisieren und das Schweißbad vor Oxidation schützen, sowie Schlacke, die wie eine Schutzschicht auf das Schweißbad aufgeschwemmt wird und mehrere Funktionen erfüllt: Sie schützt ebenfalls vor Einflüssen aus der umgebenden Atmosphäre (v.a. Oxidation), bindet Verunreinigungen und bewirkt durch eine langsamere Abkühlung des Schweißbades eine Verringerung der Spannungen.
 

Beim E-Handschweißen muss der Strom konstant gehalten werden. Der Strom wird von einer Stromquelle geliefert. Die Stromstärke, die beim E-Handschweißen benutzt wird, hat einen konstanten Ausgangsstrom. Damit wird sichergestellt, dass der Strom (und damit die Hitze) relativ konstant bleibt, auch wenn sich die Distanz zum Lichtbogen und die Spannung ändern. Das ist wichtig, weil das E-Handschweißen in aller Regel ein händischer Prozess ist, bei dem der Schweißer den Schweißbrenner hält. Deshalb ist eine konstante Stromquelle erforderlich. Jedoch ist die Stromstärke auch mit einer konstanten Stromquelle nie absolut konstant, sondern variiert jeweils nach der Länge des Lichtbogens. Qualifizierte Schweißer machen davon Gebrauch, um geringfügige Schwankungen in der Stromstärke zu erreichen.
 

Kennen Sie schon die Mission Spark? 
Jetzt zum E-Handschweiß-Profi werden und Elektrodenfibel zum E-Handschweißen downloaden!