Innovation - Fordern und Fördern
Innovation hat Tradition
Die Forschung in der voestalpine hat seit jeher eine zentrale Stellung. Sie hat die Welt wie wir sie heute kennen, mitgestaltet und geprägt. Vom LD-Verfahren, das beste Stahlqualitäten möglich machte, bis zum Einsatz von Altkunststoff in den Hochöfen der voestalpine, um Erdöl und somit CO2 zu sparen. Es war die voestalpine, die als Korrosionsbekämpfer ersten Ranges an der Entwicklung von Werkstoffen beteiligt war, die heute Garantien bis zu 50 Jahren ermöglichen. Was noch vor wenigen Jahren utopisch klang, ist dank unserer Entwicklungsabteilung heute Alltag.
Neugier als Triebfeder
Forscher sind von Berufs wegen neugierig, sie lieben es zu tüfteln, zu untersuchen und Welten zu betreten, die vor ihnen noch niemand betreten hat. Doch sie tun dies nicht im stillen Kämmerlein, sondern stehen im Austausch mit den besten Köpfen der Welt. Gemeinsam mit Universitäten, Laboratorien und wissenschaftlichen Netzwerken leben sie von der Kommunikation und der Interaktion. Selbstverständlich sind auch unsere Kunden in die Entwicklungsarbeit involviert. Sie sind es schließlich, die von den Ergebnissen profitieren. Zukunftsmusik trifft somit auf künftige Anwendungen. Der Slogan „einen Schritt voraus“ ist für unsere Forschung und Entwicklung damit fast untertrieben, denn sie weiß bereits heute, was in einigen Jahren auf unseren Straßen oder in unseren Häusern zum Einsatz kommt.
Am Anfang steht eine Vision
Beginn eines jeden Forschungsprozesses ist eine gemeinsame Vision, eine Vision rund um den perfekten Werkstoff. Stahl kann heute in atomarem Maßstab untersucht werden. Unsere Forscher begeben sich dank modernster Technologie damit jeden Tag auf eine Expedition in bisher unbekanntes Gebiet. Sie lernen täglich Neues über den Werkstoff Stahl, die Prozesse und Anwendungen. Durch Simulationen lässt sich die Theorie sofort in die Praxis umsetzen. Unzählige Versuche unter praktischen Bedingungen helfen das Verhalten von Werkstoff und Bauteilen zu verstehen.
Vision braucht Organisation
Bei aller „Verrücktheit“, in Form von Freiheit, die Forschung einfach braucht, benötigt es aber auch eine klare Organisation, um die Ergebnisse in richtige Bahnen zu lenken. Die zentrale Forschung ist daher von zahlreichen dezentralen Entwicklungsabteilungen flankiert. Breites Wissen trifft auf Expertise und schafft somit einen Raum für Neues. Perfekte Koordination und Kommunikation sind damit genauso wertvoll wie die beste Laboreinrichtung. Den stillen, introvertierten Forscher gibt es nur im Märchen.
Echte Begeisterung überwindet alle Widerstände
Um sich nicht in der weiten Welt der Wissenschaft zu verlieren, setzt die Forschung und Entwicklung der voestalpine klare Schwerpunkte. Der Fokus liegt auf die Entwicklung von Mehrphasenstählen auf der einen Seite und den schonenden Einsatz von Ressourcen durch neue Methoden auf der anderen. Mehrphasenstähle sind wahre „Wunderwerke“. Sie vereinen beste Umformbarkeit mit höherer Stabilität, bester Zugfestigkeit und niedrigerem Gewicht. Damit werden Design und Crashverhalten verbessert und durch Gewichtsersparnis Ressourcen geschont. Die Schonung dieser als zentrales Umweltthema ist in der voestalpine geradezu traditionell. Nicht zuletzt dank eigener Entwicklungen ist die Stadt Linz der sauberste Stahlstandort der Welt. Das Bemühen für eine saubere Umwelt macht auch nicht vor technologischen Schranken Halt. Zwar ist die Reduktion von CO2 in der Stahlindustrie derzeit technisch ausgeschöpft, doch das hindert uns nicht daran, alternative und kreative Lösungen ins Spiel zu bringen um auch diesem Problem Herr zu werden. Begeisterung kennt eben keine Schranken.
Die Nadel im Heuhaufen – ein Klacks...
Täglich analysieren unsere Forscher 700 chemische Proben und führen 850 mechanische Prüfungen durch. Die Ergebnisse dieser Prüfungen bilden die Grundlage für die Entwicklung neuer, innovativer Werkstoffe. Die Schwankungsbreiten sind dabei so gering, dass unsere Prüftechniker ein Weizenkorn in 2.000 Waggons Roggen finden würden. Kein Wunder bei den Anforderungen, perfekter Stahl rettet täglich hunderten Autofahrern weltweit das Leben. Stahl sorgt für unseren Komfort indem er höchst aggressives Erdgas in zweitausend Metern unter dem Meeresspiegel sicher transportiert. Stahl produziert als Turbine saubere Energie in Wind- und Wasserkraftwerken. Die Forschung und Entwicklung ist daran maßgeblich beteiligt.
Daten und Fakten
- Kooperationen mit mehr als 40 wissenschaftlichen Partnern (20 Universitäten und 25 Forschungsinstitute)
- F&E-Mitarbeiter: 196 (in F&E-Abteilungen, Prüfabteilung und Qualitätsstellen)
- Forschungsbudget für das laufende Jahr: 38 Mio. EUR
- F&E-Koeffizient gemessen an der Wertschöpfung 3,15%

