Technologieführerschaft durch Innovation
voestalpine Stahl zählt zu jenen „high-leverage innovators“, die mit effizientem Mitteleinsatz überdurchschnittlich innovativ agieren. Rund zwei Drittel der Produkte am Markt gelten als „innovativ“ bzw. „hoch innovativ“. Basis dieser Technologieführerschaft ist die Forschung und Entwicklung. Sie arbeitet an neuen Produkten auf höchstem Niveau und entwickelt und optimiert den Herstellungsprozess. Forschergeist wird bei uns in Form eines integrierten Innovationsmanagements gelebt: Alle Mitarbeiter sind darin involviert und gestalten unsere Zukunft aktiv mit.
Innovationsschwerpunkte
Im Zentrum unserer F&E-Aktivitäten steht die Entwicklung neuer Werkstoffe, Beschichtungen und Verarbeitungstechnologien. Zudem arbeiten wir an neuen Methoden zur Verbindung von Stahl mit anderen Werkstoffen. Der Fokus der Werkstoffentwicklung liegt auf Mehrphasenstählen – damit begleiten wir unsere Kunden in der Automobilindustrie. Das Projekt FutureSteelVehicle zeigt, dass durch den Einsatz von hoch- und höchstfesten Stählen eine Gewichtsreduktion der Karosserie um 35 % möglich ist. Das bedeutet eine Reduktion der CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Autos um 70 %.
Ebenfalls zentral ist die Entwicklung von Stählen für die Energieindustrie. Extrem zähe Grobblechwerkstoffe ermöglichen den Einsatz von sauergasbeständigen Pipelinerohren in der Tiefsee oder in der Antarktis. Auch an der Erhöhung des Wirkungsgrades von Kraftwerken durch Standhalten extrem hoher Temperaturen sind unsere Werkstoffe beteiligt.
Doch nicht nur in unseren Produkten steckt Forschergeist, auch in unseren Prozessen. So gilt voestalpine Stahl als globaler Benchmark bei Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit. Als weltweit erstes Stahlunternehmen setzen wir Altkunststoffe im Hochofenprozess ein und sparen so rund 500.000 t CO2 po Jahr. In den vergangenen 30 Jahren wurde zudem der Energieeinsatz in der Stahlerzeugung um rund 50 % verringert.
Die Grundlage der Forschung
Um den Werkstoff Stahl und die damit verbundenen Prozesse weiter entwickeln zu können, braucht es tiefgehende Kenntnis der Prozesse. Dieses Wissen erlangen wir durch intensive Grundlagenforschung. In Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen in ganz Europa gehen wir der Materie Stahl konsequent auf den Grund. Mit physikalischen und numerischen Simulationseinrichtungen werden die Eigenschaften umfassend untersucht. Damit verfügen wir über effiziente und kostengünstige Werkzeuge, um schneller zu zählbaren Ergebnissen zu gelangen. Sämtliche wesentliche Prozessschritte können ohne riskante und kostenintensive Großversuche realitätsnah simuliert werden. In enger Kooperation mit unseren Kunden und Lieferanten sorgt unsere Forschung dafür, dass Innovationen aus dem Hause voestalpine die passenden Antworten für den Markt liefern.
Forschung und Organisation
Die Forschung der voestalpine Stahl ist dezentral organisiert, um eine betriebsnahe Entwicklung sicherzustellen. Koordiniert und gesteuert wird sie von der zentralen Forschung. Sie nimmt außerdem die Themen der Zukunft ins Visier: Hier sind auch Innovationsmanagement, Technologiebeobachtung und Vorfeldforschung angesiedelt.


























