Rohrproduktion
330kN Ziehbank
In einer vollautomatischen Tunnelbeizanlage durchlaufen die Rohre 9 Bäder, die in Konzentration und Beizdauer aufeinander abgestimmt sind. Die Überwachung der Beizbäder erfolgt in einem eigenen chemischen Labor. Nach der Entzunderung im Salzsäurebad werden die Rohre im automatischen Zyklus gespült, phosphatiert, mit Ziehseife oder Ziehöl versehen sowie mit Heißluft getrocknet
Im Anschluss werden die Luppen durch Anspitzen für die Aufnahme in die Ziehwerkzeuge präpariert. Rohre mit größerem Durchmesser und stärkerer Wanddicke werden warm, kleinere Abmessungen werden kalt angespitzt.
Die Kaltumformung kann auf 9 verschiedenen Ziehanlagen mit vier unterschiedlichen Ziehverfahren erfolgen: Hohlzug, Stangenzug, Dornzug mit Dornstange und Dornzug mit fliegendem Dorn.
Der Kaltziehprozeß verändert das Gefüge des Materials. Daher muss es anschließend geglüht werden, um eine Rekristallisation herbeizuführen. In Wärmebehandlungsöfen werden die Rohre unter Schutzgasatmosphäre und bei automatischer Temperaturkontrolle normalgeglüht, weichgeglüht oder angelassen.
Spezielle Anlassverfahren ermöglichen auch bei unlegierten Werkstoffen exzellente Materialeigenschaften und bilden eine Alternative zum aufwendigen Vergüten.
Richten
Sämtliche Rohre werden abschließend auf Kundenwunsch diversen Prüfungen unterzogen:
Wirbelstrom
Ultraschall
Werkstoffverwechslungsprüfungen (in Adjustagelinien)
100%ige Außendurchmesserkontrolle durch Lasergeräte(in Adjustagelinien).
Neben den zerstörungsfreien Prüfungen werden auftragsbezogen alle vom Kunden vorgegebenen Qualitätsmerkmale in modern ausgestatteten Labors überprüft.
Auf den Adjustagelinien können die Ziehlängen im Anschluss in einem Bereich zwischen 2000 und 18000 mm präzise geteilt werden. Eine NC gesteuerte Längenanschläge gewährleistet geringst mögliche Längentoleranzen.

