Kohle und Koks

Der Rohstoff Kohle ist der zweite Primärrohstoff zur Erzeugung von Roheisen und dient als wichtige Kohlenstoffquelle im Verhüttungsprozess. Der industrielle Stahlerzeugungsprozess bedingt die Umwandlung von Kohle in Koks. Dieser Vorgang passiert in der Kokerei in der eine spezielle Kohlenmischung unter Luftabschluss stark erhitzt wird, wodurch die flüchtigen Bestandteile der Kohle ausgetrieben werden und der reine Koks zurückbleibt.

Auf dem Weg vom abgebauten Eisenerz zum Stahl sind viele chemische Prozesse und Arbeitsschritte notwendig. Einen Anfang bildet die Umwandlung von Kohle in Koks. Dabei werden in den Kokskammern die flüchtigen Bestandteile der Kohle freigesetzt, aufgefangen und gereinigt. Danach werden sie als wertvolles Heizgas im Hüttenverbund wieder eingesetzt. Der fertige Koks mit einem Reinheitsgrad von ca. 97 % wird im Reduktionsprozess von Eisenerz verwendet. Dieses Basisprodukt bietet ein breites Spektrum an Weiterverarbeitungs- möglichkeiten und bildet daher ein wichtiges Fundament für die Herstellung von hochwertigen Stahlprodukten des voestalpine-Konzerns.

Der Koksbedarf wird größtenteils durch Eigenbedarf gedeckt. Es werden aber auch schwerpunktmäßig Koksmengen aus Tschechien und Polen zugekauft.