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voestalpine mit Umsatzrekord und stabil positiver Ergebnisentwicklung im 1. Quartal 2018/19

8. August 2018 | 

Der voestalpine-Konzern konnte die im Verlauf des vergangenen Rekord-Geschäftsjahres aufgebaute, breite wirtschaftliche Dynamik auch zu Beginn der neuen Berichtsperiode weiter nutzen und im ersten Quartal 2018/19 (1. April bis 30. Juni 2018) bei einem Rekordumsatz von annähernd 3,5 Mrd. EUR das Ergebnisniveau des 1. Quartals des Vorjahres halten. Die nach wie vor insgesamt starke Konjunkturentwicklung in Europa, China und Nordamerika wurde auch durch die weiter verschärften protektionistischen Tendenzen im Welthandel nur wenig beeinflusst. In Europa zeigten sich allerdings erste dämpfende Auswirkungen des „BREXIT“-Votums.  

  • Umsatz steigt im Vorjahresvergleich von 3,3 auf 3,5 Mrd. EUR (+ 6,7 %) und erreicht bisher höchstes Niveau in einem Geschäftsquartal
  • Operatives Ergebnis (EBITDA) mit 513 Mio. EUR ident zum 1. Quartal des Vorjahres
  • Betriebsergebnis (EBIT) verringert sich leicht um 1,5 % von 329 auf 324 Mio. EUR
  • Ergebnis vor Steuern verbessert sich von 292 auf 294 Mio. EUR; Ergebnis nach Steuern steigt von 218 auf 224 Mio. EUR
  • Gearing-Ratio mit 49 % um fast 5 % gesunken
  • Eigenkapital erhöht sich auf neuen Spitzenwert von 6,8 Mrd. EUR
  • Neuer Höchststand bei Mitarbeitern mit 51.827 Beschäftigten weltweit (+ 3,6 %)
  • Kaum Auswirkungen durch US-Importzölle; Effekte aus Hochofenreparatur nahezu kompensiert

Mit dem ungebrochen stabilen Wirtschaftswachstum haben sich im ersten Quartal die wichtigsten Abnehmermärkte der voestalpine weiterhin auf hohem Niveau bewegt. So legte insbesondere die Automobilindustrie weiter zu und auch der Öl- und Gassektor hat an Dynamik gewonnen.

Wolfgang Eder Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG.

Der Bau- und der Maschinenbausektor setzten ihre starke Entwicklung aus den Vorquartalen genauso fort wie der Konsumgüterbereich und die Flugzeugindustrie. Positive Tendenzen zeigten sich zudem in der Nachfragesituation des Eisenbahninfrastruktursektors.

 Die mit 1. Juni 2018 von den USA unter dem Titel „Schutz der nationalen Sicherheit“ eingeführten Importzölle auf Stahlprodukte („Section 232“) hatten im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 keine nennenswerten negativen Auswirkungen auf den voestalpine-Konzern. Abseits des externen Marktgeschehens startete die lang geplante Hochofen-Großreparatur der Steel Division am Standort Linz. Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis infolge reduzierter Produktionsmengen konnten durch ein höheres Preisniveau und einen weiter verbesserten Produktmix bisher nahezu kompensiert werden.

Rekordumsatz und stabile Ergebnisentwicklung

Der Umsatz des voestalpine-Konzerns erhöhte sich im 1. Quartal 2018/19 mit knapp 3,5 Mrd. EUR gegenüber dem Vergleichswert des 1. Quartals 2017/18 (3,3 Mrd. EUR) um 6,7 % und erreichte damit das bisher höchste Niveau in einem Quartal. Alle vier Divisionen trugen zu diesem Umsatzwachstum bei, am stärksten die Metal Forming Division durch den kontinuierlichen Ausbau ihrer Automotive-Aktivitäten. Trotz der Hochofen-Großreparatur und eines (ebenfalls geplanten) dreiwöchigen Wartungsstillstands des HBI-Werkes in Texas gelang es auch der Steel Division ihre Umsatzerlöse auszuweiten. Höhere Verkaufspreise in Verbindung mit gestiegenen Liefermengen waren für die Zunahme des Umsatzes in der High Performance Metals Division sowie der Metal Engineering Division verantwortlich.

Eine weitgehend stabile Entwicklung verzeichnete der voestalpine-Konzern auf der Ergebnisseite. Das EBITDA im 1. Quartal 2018/19 blieb mit 513 Mio. EUR praktisch ident zum Vorjahreswert von 513,8 Mio. EUR – wobei die EBITDA-Marge aufgrund des heuer höheren Umsatzniveaus von 15,8 % im Vorjahr auf 14,8 % im ersten Quartal dieses Jahres fiel. Durch leicht höhere Abschreibungen verminderte sich das EBIT des Konzerns um 1,5 % von 329 Mio. EUR im Vorjahr auf 324 Mio. EUR im aktuellen Berichtsquartal. Die EBIT-Marge fiel im gleichen Zeitraum von 10,1 % auf 9,3 %. Aufgrund einer niedrigeren Nettozinsbelastung sowie einer rückläufigen Steuerquote kam es in den Kategorien Ergebnis vor Steuern mit 294 Mio. EUR (Vorjahr 292 Mio. EUR) sowie Ergebnis nach Steuern mit 224 Mio. EUR (Vorjahr 218 Mio. EUR) im 12-Monatsvergleich jeweils zu einer leichten Verbesserung.

Während die Gearing-Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) per 30. Juni 2018 mit 49,0 % gegenüber dem 30. Juni 2017 (53,8 %) deutlich gesunken ist, nahm sie gegenüber dem Bilanzstichtag 31. März 2018 (45,7 %) etwas zu. Das Eigenkapital verbesserte sich per 30. Juni 2018 mit 6,8 Mrd. EUR nicht nur im 12-Monatsvergleich (6,2 Mrd. EUR per 30. Juni 2017) sondern auch gegenüber dem Bilanzstichtag (6,6 Mrd. EUR per 31. März 2018) weiter. Per 30. Juni 2018 waren 51.827 Mitarbeiter (FTE) im voestalpine-Konzern beschäftigt, was einem neuen Höchstwert und gegenüber der Vorjahres-Vergleichsziffer einem Zuwachs um 3,6 % entspricht.

Ausblick für das laufende Geschäftsjahr unverändert

Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 war in nahezu sämtlichen Industriesektoren sowie den wichtigsten Wirtschaftsregionen durch ein anhaltend starkes konjunkturelles Umfeld geprägt. Daran sollte sich – abgesehen von üblichen saisonalen Sommereffekten und den umsatz- und ergebnismäßigen Auswirkungen der in dieser Periode stattfindenden Hochofen-Großreparatur – auch im 2. Quartal nichts ändern. „Die Wachstumsdynamik erscheint aus aktueller Sicht in ihrer Breite und Intensität vielmehr so gefestigt, dass auch im Verlauf des Herbstes, das heißt bis zum Ende des Kalenderjahres 2018, ein Anhalten des günstigen konjunkturellen Umfeldes auf breiter Front realistisch erscheint. Das größte Gefährdungspotenzial für diese Entwicklung stellen aktuell die protektionistischen handelspolitischen Lenkungsmaßnahmen der USA bzw. entsprechende Retorsionsschritte anderer Länder dar“, so voestalpine-CEO Eder.

Abgesehen von nach wie vor schwer quantifizierbaren, möglichen Negativeffekten dieser zunehmenden politischen Unwägbarkeiten sollten EBITDA und EBIT des voestalpine-Konzerns für das Gesamtjahr 2018/19 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu liegen kommen.

Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG

Dies unverändert unter der Annahme, dass allfällige derartige Effekte sowie die Ergebnisauswirkungen der aktuellen Anlagen-Großreparaturen durch positive Effekte aus dem konjunkturellen Nachziehen einzelner Branchen (Eisenbahninfrastruktur, Öl-/Gassektor) sowie erfolgreiche Hochlaufprozesse neuer Großanlagen weitgehend kompensiert werden können.

Der voestalpine-Konzern

Die voestalpine ist ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Technologie- und Industriegüterkonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen aus Stahl und anderen Metallen zählt sie zu den führenden Partnern der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Im Geschäftsjahr 2017/18 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von annähernd 13 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von knapp 2 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 51.600 Mitarbeiter.