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Neuer Hochwasserschutz am voestalpine-Standort Leoben/Donawitz heute offiziell eröffnet

17. Januar 2018 | 

Das Hochwasserschutz-Projekt „Oberer Tollingbach“ (Gemeinde St. Peter-Freienstein), das gemeinsam von der Wildbach- und Lawinenverbauung und der voestalpine realisiert wurde, schützt in Zukunft das neue Drahtwalzwerk des Konzerns sowie den angrenzenden Siedlungsraum vor Überschwemmungen. Darüber hinaus schafft dieses Vorhaben ein wertvolles Naherholungsgebiet für die Anwohner der Region. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 6,3 Millionen Euro wurden die Verbauungsmaßnahmen nun nach nur einem Jahr – rund vier Monate vor Zeitplan – fertiggestellt und heute offiziell eröffnet.

Der Obere Tollingbach stellte durch Hochwasser und Vermurungen bisher ein hohes Risiko für die Region St. Peter-Freienstein und das dort ansässige High-Tech-Drahtwalzwerk der Metal Engineering Division des voestalpine-Konzerns dar. Durch die erfolgte Umsetzung einer entsprechenden Verbauung über eine Gesamtlänge von 1.200 Meter sind die bachnahen Wohngebiete und Gewerbebetriebe nunmehr vor Überflutungen abgesichert.

Mit dem Hochwasserschutz-Projekt am Oberen Tollingbach schützen wir nicht nur die Menschen und den Wirtschaftsstandort, sondern sichern auch tausende Arbeitsplätze.

Landesrat Johann Seitinger

Verhinderung von Schäden in Millionen-Höhe

Die Kosten der baulichen Maßnahmen lagen bei insgesamt 6,3 Millionen Euro; rund 60 Prozent davon entfielen auf die voestalpine. Aufgrund der bestehenden Infrastruktur im Gefahrenbereich des Oberen Tollingbaches wird der Nutzen durch die Verhinderung künftiger Hochwasserschäden mit rund 80 Millionen Euro beziffert.

Als Leitbetrieb in der Region gewährleisten wir mit der Errichtung des Hochwasserschutzes neben der Sicherheit unseres eigenen Werkes vor allem auch das Wohl der Anrainer – darunter zahlreiche voestalpine-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Wildbach- und Lawinenverbauung konnten wir das Projekt sogar rascher als geplant finalisieren.

Kainersdorfer Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division

Aufwertung des Naturraumes

Bei der Realisierung legten die Projektpartner größten Wert auf eine naturnahe Gestaltung, die unter ökologischer Bauaufsicht erfolgte. So wurden unter anderem eine Fischaufstiegshilfe sowie Einstandsbereiche aus Wasserbausteinen und Wurzelstöcken für die hier typischen Fischarten (z. B. Bachforelle) errichtet. Die Gestaltung des Bachbereiches mit Tümpeln, „Ökohaufen“ aus Steinen und Wurzelstöcken, über 1.000 Bäumen und Sträuchern sowie einer Wiesenfläche mit Gräsern und Kräutern aus regionalem Saatgut bietet vielfältige Lebensräume für die beheimatete Tierwelt. In diesem Rahmen wurden auch sämtliche Bachbrücken ausgebaut. Somit konnte der Naturraum deutlich aufgewertet und ein neues Naherholungsgebiet für die Bevölkerung geschaffen werden.

voestalpine in der Steiermark

Drei der vier Divisionen des voestalpine-Konzerns – High Performance Metals Division, Metal Engineering Division und Metal Forming Division – leisten in der Steiermark mit dreizehn Produktionsgesellschaften und einer Holding an neun verschiedenen Standorten einen zentralen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. Dabei erwirtschafteten rund 9.400 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2016/17 einen Gesamtumsatz von 3,1 Mrd. Euro. Das Investitionsvolumen der letzten zehn Jahre belief sich auf insgesamt 3,2 Mrd. Euro, die durchschnittliche Exportquote auf rund 86 Prozent. In den steirischen Ausbildungsbetrieben der voestalpine finden aktuell etwa 330 Lehrlinge in 16 Lehrberufen konkrete Zukunftsperspektiven.

Metal Engineering Division

Die Metal Engineering Division des voestalpine-Konzerns ist globaler Marktführer in der Weichentechnologie und der zugehörigen Signaltechnik, sowie europäischer Marktführer bei Premiumschienen und Qualitätsdraht. Zudem gilt die Division als führender Anbieter bei Nahtlosrohren und hochqualitativen Schweißzusatzwerkstoffen. Die Kunden stammen aus der Bahninfrastrukturindustrie, der Öl- und Gasindustrie, der Maschinenbau- und Automobilindustrie sowie der Bauindustrie. Im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte die Division mit ihren Geschäftsbereichen Steel, Rail Technology, Wire Technology, Tubulars, Turnout Systems und Welding Consumables einen Umsatz von rund 2,7 Mrd. Euro, davon über 40 % außerhalb Europas. Die Division erwirtschaftete damit ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 361 Mio. Euro und beschäftigte weltweit mehr als 13.000 Mitarbeiter.

Der voestalpine-Konzern

Die voestalpine ist ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Technologie- und Industriegüterkonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen aus Stahl und anderen Metallen zählt sie zu den führenden Partnern der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 11,3 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,54 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 50.000 Mitarbeiter.