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voestalpine unterstützt Hurrikan-Betroffene in Texas mit Soforthilfe von 350.000 USD

1. September 2017 | 

Der US-Bundesstaat Texas erlebt derzeit eine der größten Naturkatastrophen seiner Geschichte. Die dort in den letzten Jahren errichtete Direktreduktionsanlage der voestalpine hat den seit letzter Woche andauernden Jahrhundert-Hurrikan „Harvey“ dank hoher Bau- und Sicherheitsstandards ohne wesentliche Schäden überstanden. In der gesamten Region Südtexas, in der sich auch der Werksstandort Corpus Christi befindet, gibt es jedoch schwere Schäden bis hin zur vollkommenen Zerstörung ganzer Siedlungen. Der voestalpine-Konzern unterstützt daher umgehend betroffene Mitarbeiter und Bewohner der Region mit einem Betrag von 350.000 USD.

Die verheerenden Auswirkungen von Hurrikan ‚Harvey’, der letzten Freitag aus dem Golf von Mexico kommend Texas erreicht hat, bedrohen die Existenz vieler Menschen in dieser Region. Als wichtiger Arbeitgeber und Partner im Großraum Corpus Christi möchten wir rasche finanzielle Hilfe für unsere Mitarbeiter und ihr Umfeld leisten. Es geht dabei vor allem um die Wiederinstandsetzung von Häusern und Infrastruktur. Wir sehen das auch als moralische Verpflichtung eines wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmens gegenüber seinen Mitarbeitern und der Gesellschaft.

Wolfgang Eder Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG

Konkret stellt die voestalpine den beiden regionalen Hilfsorganisationen „Coastal Bend Community Foundation“ und „Food Bank of Corpus Christi“, welche insbesondere den Bezirken San Patricio, Nueces und Aransas County, wo auch viele voestalpine-Mitarbeiter beheimatet sind, Ersthilfe ermöglichen, 250.000 USD zur Verfügung. Zusätzlich werden jene Mitarbeiter der voestalpine Texas LLC, die besonders von der Naturkatastrophe betroffen sind, mit einer Direkthilfe in der Höhe von insgesamt 100.000 USD beim Wiederaufbau unterstützt.

Schäden an voestalpine-Werk in Corpus Christi überschaubar

Das Werk der voestalpine in Texas war durch die schon im Zuge der Bauphase getätigten umfassenden Investitionen in Sturm- und Sicherheitsvorkehrungen auf das nunmehr eingetretene Worstcase-Szenario in hohem Maße vorbereitet. Hinsichtlich der Auswirkungen des Hurrikans auf die Direktreduktionsanlage, die als die weltweit größte und modernste Anlage ihrer Art gilt, hat sich erfreulicherweise eine erste vorsichtige Entwarnung zu Wochenbeginn zuletzt bestätigt. „Die in den vergangenen Tagen durchgeführte technische Analyse hat nur leichte Schäden an Gebäuden und Infrastruktur ergeben, alle wesentlichen Anlagenteile sind weitgehend unversehrt geblieben“, beschreibt Stefan Einfalt, Geschäftsführer der voestalpine Texas LLC, den Zustand am Werksgelände. Auch die rund 600 Meter lange Lagerhalle für das Vormaterial ist, abgesehen von einigen zerbrochenen Fenstern, unbeschädigt geblieben. Anlagentechniker sind aktuell dabei, die Schäden im Detail aufzunehmen. Sie werden noch im Laufe dieser Woche die notwendigen Reparaturen einleiten. Die Schäden und der Produktionsausfall sind durch eine Versicherung weitgehend gedeckt, wenngleich realistischerweise in solchen Extremsituationen nicht davon ausgegangen werden kann, dass auch tatsächlich alle Ausfälle und Kosten kompensiert werden können.

Aus heutiger Sicht – nach endgültiger Entwarnung und abgeschlossenen Aufräumungs- und Reparaturarbeiten – sollte der Beginn des Hochfahrprozesses der Anlage innerhalb der nächsten zwei Wochen möglich sein. Dabei besteht allerdings auch eine erhebliche Abhängigkeit von externen Entwicklungen (u. a. Stromversorgung, Verfügbarkeit der Infrastruktur, Ersatzteillieferungen etc.) in der zum Katastrophengebiet erklärten Region.

Der voestalpine-Konzern

Die voestalpine ist ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Technologie- und Industriegüterkonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen aus Stahl und anderen Metallen zählt sie zu den führenden Partnern der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 11,3 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,54 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 50.000 Mitarbeiter.