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voestalpine feiert „20 Jahre an der Börse“

7. Oktober 2015 | 

Am 9. Oktober 2015 begeht der voestalpine-Konzern das 20-jährige Jubiläum seines Börsengangs. Die Erstnotierung der voestalpine-Aktie an der Wiener Börse im Herbst 1995 markierte den Beginn der Privatisierung und des wirtschaftlichen Aufstiegs vom „klassischen“ verstaatlichten Stahlproduzenten hin zum international erfolgreichen Technologie- und Industriegüterkonzern mit eigener Stahlbasis. Die Unternehmensgruppe beschäftigt heute weltweit fast 50.000 Mitarbeiter – mehr als dreimal so viele wie noch 1995. Eine Sonderausstellung in der voestalpine Stahlwelt in Linz thematisiert das Jubiläum „20 Jahre an der Börse“ und zeichnet die wichtigsten Meilensteine nach.

Als die voestalpine (damals VOEST-ALPINE STAHL AG) 1995 an die Börse ging, befanden sich noch 43 Prozent der Aktien in Staatsbesitz. 10 Jahre später, am 31. August 2005 wurde die endgültige, d.h. 100%-ige Privatisierung vollzogen, die gleichsam den finalen Wendepunkt in der Geschichte des Konzerns darstellte. „Spätestens damals war klar, dass ein politischer Eigentümer für ein international ausgerichtetes Industrieunternehmen keinen Nutzen stiftet. Wir haben diese Unabhängigkeit für eine umfassende strategische Neuausrichtung genutzt, die uns letztlich vor allem auch aufgrund der Einsatzbereitschaft und des Wissens unserer Mitarbeiter an die Spitze der Branche geführt hat“, so Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG. Seit dem Börsengang konnte die voestalpine ihren Umsatz von 2,4 auf 11,2 Milliarden Euro mehr als verfünffachen. Die Mitarbeiterzahl stieg im selben Zeitraum von rund 15.000 auf aktuell annähernd 50.000 um mehr als das Dreifache. Beispielgebend für den Erfolg ist auch der Aktienkurs, der mit einem Wertzuwachs von annähernd 600 Prozent von 5,18 Euro (1) auf 30,70 Euro (2) kletterte.

Vom Stahl- zum Technologiegüterkonzern

2001 startete der Konzern – jetzt voestalpine AG – eine umfassende Strategieänderung. Unter dem Slogan „Nicht mehr Stahl, sondern mehr aus Stahl“ wandelte er sich vom reinen Stahl- zum Verarbeitungskonzern und forcierte in Folge Akquisitionen und Investitionen zur konsequenten Verlängerung der Wertschöpfungskette. 2007/2008 erfolgte mit der 100%-igen Übernahme des Edelstahl-Spezialisten BÖHLER-UDDEHOLM AG – dessen Integration einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Spezialisierung bedeutete – die größte in Österreich jemals getätigte Unternehmensakquisition. Klassische Stahlprodukte – auch sie aber ausschließlich im hochqualitativen Bereich – machen heute nur noch rund ein Drittel des Produktportfolios der voestalpine aus. Zwei Drittel entfallen auf die Weiterverarbeitung von Stahl und anderen Hochleistungswerkstoffen zu Komponenten für anspruchsvolle Industriesegmente wie Automotive, Bahninfrastruktur, Luftfahrt oder Maschinenbau.

Seit 2012 verfolgt die voestalpine auch eine konsequente Internationalisierungsstrategie mit dem Ziel, die lokale Präsenz in globalen Wachstumsmärkten wie Nordamerika und Asien zu stärken. Erwirtschaftete der Konzern zum Zeitpunkt des Börsengangs noch 75 Prozent seines Umsatzes im Umkreis von 500 Kilometern der österreichischen Standorte, werden heute 90 Prozent im Ausland, 21 Prozent davon bereits außerhalb Europas generiert. Die Errichtung einer Direktreduktionsanlage zur Herstellung von HBI (Hot Briquetted Iron/Eisenschwamm) in Corpus Christi, Texas, ein 550 Millionen Euro-Projekt, ist ebenso Ausdruck der forcierten Internationalisierung wie die Errichtung einer Reihe von Automobilteilewerken in China und den USA.

Mitarbeiter als Aktionäre

Zur langfristigen Absicherung der Unabhängigkeit des Unternehmens einerseits und zur Motivation der Mitarbeiter andererseits wurde im Jahr 2000 mit dem voestalpine Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ein europaweit einzigartiges Beteiligungsmodell für die Mitarbeiter entwickelt. In einer Privatstiftung sind die Aktionärsstimmrechte von rund 24.300 Beschäftigten aus 121 voestalpine-Gesellschaften in acht Ländern gebündelt. Die Mitarbeiter halten aktuell eine Beteiligung von 14,7 Prozent und sind damit zweitgrößter Aktionär des Unternehmens.

Zur langfristigen Absicherung der Unabhängigkeit des Unternehmens einerseits und zur Motivation der Mitarbeiter andererseits wurde im Jahr 2000 mit dem voestalpine Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ein europaweit einzigartiges Beteiligungsmodell für die Mitarbeiter entwickelt. In einer Privatstiftung sind die Aktionärsstimmrechte von rund 24.300 Beschäftigten aus 121 voestalpine-Gesellschaften in acht Ländern gebündelt. Die Mitarbeiter halten aktuell eine Beteiligung von 14,7 Prozent und sind damit zweitgrößter Aktionär des Unternehmens.

Wolfgang Eder Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG

Sonderausstellung „20 Jahre an der Börse“

Anlässlich des Jubiläums „20 Jahre an der Börse“ startete am 3. Oktober 2015 eine Sonderausstellung im Foyer der voestalpine Stahlwelt in Linz, die bis 31. März 2016 kostenlos zu besuchen ist. Sie zeichnet die wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung des Unternehmens in den letzten 20 Jahren in Form von Interviews und Exponaten nach, ergänzt um die Vermittlung von Börsenwissen.

Weitere Hintergrundinformationen, Interviews, Videomaterial u.v.m. finden Sie unter www.voestalpine.com/ipo1995

(1) Ausgabekurs nach Aktiensplit 2006 angepasst; (2) Kurs zum 30. September 2015

Der voestalpine-Konzern

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüterkonzern. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten, sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 bei einem Umsatz von 11,2 Mrd. Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,5 Mrd. Euro und beschäftigte weltweit rund 47.500 Mitarbeiter.