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voestalpine mit Ergebnissprung im 1. Quartal 2015/16

5. August 2015 | 

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 verzeichnete der voestalpine-Konzern sowohl auf der Umsatz- als auch der Ergebnisseite eine anhaltend erfolgreiche Entwicklung.

  • Steigende Umsatzerlöse und deutlicher Ergebniszuwachs durch positive operative Entwicklung und Einmaleffekte
  • Umsatz nach 2,83 Mrd. EUR im 1. Quartal 2014/15 um 6,2 % auf 3,0 Mrd. EUR erhöht
  • Operatives Ergebnis (EBITDA) um 45 % von 364 Mio. EUR auf 527 Mio. EUR gesteigert (ohne Einmaleffekte auf 389 Mio. EUR, + 7 %); bereinigte EBITDA-Marge leicht von 12,9 % auf 13 % verbessert
  • Betriebsergebnis (EBIT) um 69 % von 218 Mio. EUR auf 369 Mio. EUR angehoben (ohne Einmaleffekte auf 237 Mio. EUR, + 8,5 %); bereinigte EBIT-Marge mit 7,9 % über Vorjahreswert von 7,7 %
  • Ergebnis vor Steuern mit 329 Mio. EUR um 71 % höher als im Vorjahr (ohne Einmaleffekte: 197 Mio. EUR, + 2,3 %); Ergebnis nach Steuern um 93 % auf aktuell 289 Mio. EUR gestiegen (ohne Einmaleffekte: 152 Mio. EUR, +1,1 %)
  • Mitarbeiterstand im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 % auf 48.700 (FTE) erhöht
  • Bau der Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas planmäßig in Umsetzung

Unsere konsequente Spezialisierung auf technologisch und qualitativ höchst anspruchsvolle Produkte sowie die forcierte Fokussierung auf außereuropäische Wachstumsmärkte hat im ersten Quartal 2015/16 einmal mehr zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung beigetragen.

Wolfgang Eder Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG

Demnach stiegen die Umsatzerlöse des voestalpine-Konzerns im 1. Quartal 2015/16 (1. April bis 30. Juni 2015) gegenüber dem Vorjahr um 6,2 % von 2,83 Mrd. EUR auf 3,0 Mrd. EUR. Diese Erhöhung basiert einerseits auf der guten operativen Entwicklung der Divisionen Steel und Special Steel, andererseits auf der erstmaligen Vollkonsolidierung der Umsatzerlöse der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG Kindberg, Österreich, sowie der CNTT Chinese New Turnout Technologies., Ltd., Quinhuangdao, China (beide Gesellschaften Teil der Metal Engineering Division) im Konzernabschluss. Die Unternehmen wurden bisher auf at-Equity-Basis bilanziert, d.h., der Umsatz wurde gar nicht und das Ergebnis nur anteilig in den voestalpine-Abschluss einbezogen. Durch Nachverhandlung der mit den jeweiligen Partnern abgeschlossenen Joint-Venture-Verträge können die beiden Gesellschaften nun seit Beginn des Geschäftsjahres 2015/16 zur Gänze im Zahlenwerk des Konzerns berücksichtigt werden. Die sich daraus ergebenden Sondereffekte wirkten sich auf das EBITDA mit 138 Mio. EUR sowie auf das EBIT mit 132 Mio. EUR aus.

Insgesamt erreichte der voestalpine-Konzern im 1. Quartal 2015/16 ein operatives Ergebnis (EBITDA) in Höhe von 527 Mio. EUR, dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert von 364 Mio. EUR einer Steigerung von 45 %. Auch korrigiert um die Einmaleffekte ergibt sich noch ein EBITDA-Anstieg um 7 % auf 389 Mio. EUR. Die bereinigte EBITDA-Marge betrug im 1. Quartal 2015/16 13,0 % nach 12,9 % im Vorjahr. Alle vier Divisionen des Konzerns konnten gleichermaßen einen positiven Beitrag zur Ausweitung des um die Einmaleffekte angepassten EBITDA liefern, wobei der Steel Division mit einem Plus von 17,6 % der größte Ergebnissprung gelang. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte von 218 Mio. EUR im Vorjahr um 69 % auf aktuell 369 Mio. EUR zu (bereinigt um die Einmaleffekte: 237 Mio. EUR, +8,5 %). Die daraus resultierende bereinigte EBIT-Marge von 7,9 % liegt ebenfalls über dem Wert des 1. Quartals 2014/15 (7,7 %).

Das Ergebnis vor Steuern fiel mit 329 Mio. EUR im 1. Quartal 2015/16 um 71 % höher aus als ein Jahr zuvor (193 Mio. EUR), die darin enthaltenen Einmaleffekte betragen 132 Mio. EUR. Auch vermindert um diese Einmaleffekte liegt es mit 197 Mio. EUR immer noch um 2,3 % über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis nach Steuern stieg um 93 % von 150 Mio. EUR auf 289,4 Mio. EUR. Aufgrund der spezifischen Besteuerung der Sondereffekte beinhaltet das Ergebnis nach Steuern im 1. Quartal 2015/16 137,7 Mio. EUR an außerordentlichen Beiträgen, womit sich ein bereinigtes Ergebnis nach Steuern von 151,7 Mio. EUR ergibt (+1,1 %, 150 Mio. EUR im Vorjahr).

Das Eigenkapital erhöhte sich im Jahresvergleich um 2,6 % auf 5,6 Mrd. EUR. Neben den angesprochenen Konsolidierungsänderungen trug zur Aufstockung des Eigenkapitals auch die im April 2015 erfolgte Kapitalerhöhung im Ausmaß von 1,45 % des Grundkapitals zwecks weiteren Ausbaus des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms bei. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich im 12-Monatsvergleich bedingt durch die Refinanzierung der Hybridanleihe 2007 um 23 % auf 2,98 Mrd. EUR, blieb aber im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. März 2015 (2,98 Mrd. EUR) konstant. Die Gearing-Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) fiel im Laufe des ersten Geschäftsquartals von 58,4 % auf aktuell 53,6 %. Zum Stichtag 30. Juni 2015 waren im voestalpine-Konzern 48.653 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt (+ 2,5 %).

Stabil positiver Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2015/16

Die wirtschaftliche Entwicklung in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 war von einem leichten konjunkturellen Aufwärtstrend in Europa sowie einer anhaltend guten Nachfrage in Nordamerika, regional unterschiedlichen Trends in Asien und einem klaren Abwärtstrend in Brasilien gekennzeichnet. Der voestalpine-Konzern profitierte im ersten Quartal 2015/16 vor allem von einer hervorragenden Nachfrage aus der Automobilindustrie, der Bahninfrastruktur und der Luftfahrt. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres ist sowohl in der regionalen als auch der branchenspezifischen Entwicklung von wenig Veränderung auszugehen, insbesondere zeichnet sich im Energiebereich einschließlich Öl/Gas keine kurzfristige Konjunkturbelebung ab. Positiv sollte sich hingegen auswirken, dass die Europäische Union erstmals nach einer Reihe von Jahren in der Lage sein dürfte, wieder nahe an ein Wirtschaftswachstum von 2 % heranzukommen.

„Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der überwiegend stabilen Grundtrends unserer wichtigsten Kundenbranchen, sollte die Entwicklung des voestalpine-Konzerns in den nächsten Monaten durch eine weitgehende Vollauslastung in nahezu allen Geschäftsbereichen geprägt bleiben“, so Eder. „Vor allem die zunehmende Differenzierung durch die permanente technologische und qualitative Aufwertung des Produktportfolios in Verbindung mit dem schrittweisen Wirksamwerden des 900-Mio.-EUR-Ergebnisoptimierungsprogramms lässt für das laufende Geschäftsjahr eine weitere Verbesserung sowohl des operativen Ergebnisses (EBITDA) als auch des Betriebsergebnisses (EBIT) – jeweils vor außerordentlichen Effekten bzw. Konsolidierungsveränderungen – erwarten“.

Der voestalpine-Konzern

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüterkonzern. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten, sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 bei einem Umsatz von 11,2 Mrd. Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,5 Mrd. Euro und beschäftigte weltweit rund 47.500 Mitarbeiter.