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voestalpine mit deutlichem Ergebnissprung im Geschäftsjahr 2014/15

3. Juni 2015 | 

In einem globalwirtschaftlich uneinheitlichen Umfeld setzte der voestalpine-Konzern im Geschäftsjahr 2014/15 (1. April 2014 bis 31. März 2015) die positive Entwicklung des Vorjahres erfolgreich fort.

  • Umsatz steigt trotz gegenläufiger Preiseffekte leicht auf 11,2 Mrd. EUR (+1,0 %)
  • Operatives Ergebnis (EBITDA) mit 1,53 Mrd. EUR klar über Vorjahr (+11,4 %)
  • EBITDA-Marge mit 13,7 % (nach 12,4 % im Vorjahr) deutlich erhöht
  • EBIT steigt von 788 auf 886 Mio. EUR (+12,4 %)
  • EBIT-Marge auf 7,9 % verbessert (Vorjahr: 7,1 %)
  • Jahresüberschuss mit 594 Mio. EUR 18 % über Vorjahr (503 Mio. EUR)
  • Ergebnis je Aktie steigt auf 3,11 EUR (2013/14: 2,59 EUR)
  • Dividendenerhöhung von 95 Cent auf 1 EUR je Aktie geplant
  • Investitionen mit 1,18 Mrd. EUR auf Rekordniveau (+25,8 % !!)
  • Direktreduktionsanlage in Texas zu über 50% realisiert – bereits 80 % der Absatzmenge vergeben
  • Mitarbeiterstand stabil bei rund 47.500 Beschäftigten
  • Erfolgsmodell Mitarbeiterbeteiligung ausgebaut
  • Ausblick für das Geschäftsjahr 2015/16: Weitere Ergebnissteigerungen als Ziel

Download Video Statement Wolfgang Eder (Rechte Maustaste - Ziel Speichern unter):

In einem globalwirtschaftlich uneinheitlichen Umfeld setzte der voestalpine-Konzern im Geschäftsjahr 2014/15 (1. April 2014 bis 31. März 2015) die positive Entwicklung des Vorjahres erfolgreich fort. Trotz permanenten Preisdrucks von Kundenseite, ausgelöst vor allem durch den Verfall der Rohstoffpreise, erhöhten sich die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 1 % von 11,1 auf 11,2 Mrd. EUR. Noch deutlich erfreulicher stellt sich das Bild in den einzelnen Ergebniskategorien dar: So stieg das operative Ergebnis (EBITDA) des voestalpine-Konzerns um 11,4 % von 1.374 auf 1.530 Mio. EUR. 61,9 Mio. EUR sind dabei auf Einmaleffekte vor allem aus dem Verkauf zweier nicht dem Kerngeschäft zuzurechnender Unternehmensgruppen (Flamco und Plastics) zurückzuführen. Auch bereinigt um diese außerordentlichen Ergebnisbeiträge steht immer noch eine Steigerung des EBITDA um 6,9 % zu Buche. In Bezug auf die Profitabilität bedeutet dies eine Verbesserung der EBITDA-Marge um 1,3 %-Punkte auf 13,7 Prozent (bereinigt: 13,1 %). Mit einem Plus von 18,0 % (bereinigt: 9,6 %) noch wesentlich deutlicher fiel der Anstieg des Ergebnisses nach Steuern (Jahresüberschuss) auf 594 Mio. EUR aus. Das Ergebnis je Aktie (EPS) erhöhte sich damit deutlich von 2,59 EUR im Vorjahr auf 3,11 EUR.

Das Geschäftsjahr 2014/15 ist durchaus erfreulich verlaufen. Einmal mehr haben sich unsere Innovationsstärke und die Fokussierung auf den Hochtechnologiebereich in einem nach wie vor schwierigen konjunkturellen Umfeld bezahlt gemacht. Letztlich ist es uns damit gelungen, unsere Ergebnisführerschaft weiter auszubauen.

Wolfgang Eder Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG

Ergebnis und Margen in allen vier Divisionen verbessert

Die primär auf den europäischen Premium-Stahlmarkt fokussierte Steel Division profitierte zwar von einer durchaus ansprechenden Nachfrage nach hochwertigen Stahlprodukten, war aber gleichzeitig aufgrund der deflationären Rohstoffpreisentwicklung mit rückläufigen Preistrends konfrontiert, die sie allerdings durch Mengensteigerungen einerseits und erste positive Effekte aus den 2014 beschlossenen Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen andererseits mehr als wettmachen konnte. Das Geschäftsjahr 2014/15 zeigte damit im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr eine deutliche Ergebnisverbesserung. So legte das operative Ergebnis (EBITDA) um 12 % von 402 auf 450 Mio. EUR zu. Die EBITDA-Marge stieg von 10,6 % auf 11,6 %.

Die Special Steel Division profitierte aufgrund ihrer globalen Aufstellung von den positiven konjunkturellen Entwicklungen in Nordamerika und Asien, wo die Nachfrage nach hochqualitativem Werkzeugstahl und Sonderwerkstoffen in den meisten Industriesegmenten auf solidem Niveau lag. Gegen Ende des Geschäftsjahres zeigte sich auch in Europa eine Marktbelebung, wodurch sich das Geschäftsjahr 2014/15 für die Division letztlich insgesamt gesehen auch ergebnismäßig von den vergangenen Jahren deutlich positiv abhebt. So stieg das EBITDA um 13,5 Prozent von 359 auf 407 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 13,6 % auf 14,7 %.

Die Metal Engineering Division setzte ihre herausragende Entwicklung der letzten Jahre einmal mehr fort. Getragen war dies vor allem durch eine starke Nachfrage aus Nordamerika, Europa und Asien im Segment Eisenbahninfrastruktur, gleichzeitig aber unterstützt und abgesichert durch eine vergleichbar erfreuliche Ergebnisentwicklung auch in den Geschäftsbereichen Draht, Nahtlosrohre und Schweißzusatzwerkstoffe. Das EBITDA verbesserte sich leicht von 418 auf 420 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge stieg von 15,6 % auf 16,2 %.

Die Entwicklung der Metal Forming Division war im Bereich der Automobilkomponenten weiterhin durch eine sehr gute Nachfrage in Europa, aber auch an den neu errichteten Standorten in Nordamerika, Asien und Südafrika geprägt. Die Aktivitäten in den Geschäftsbereichen Spezialprofile und Präzisionsstahlband waren durch ein insgesamt zufriedenstellendes, im Geschäftsbereich Warehouse und Rack Solutions sogar hervorragendes globales Marktumfeld gekennzeichnet, was der Division auch insgesamt deutliche Ergebnisverbesserungen über das gesamte Geschäftsjahr ermöglichte. Das operative Ergebnis (EBITDA) verzeichnete einen Anstieg um 20 % von 276 auf 331 Mio. EUR, die EBITDA-Marge erhöhte sich von 11,7 % auf 14,2 %.

Rekordinvestitionen von fast 1,2 Mrd. EUR unterstreichen Internationalisierungsstrategie - Bau der Direktreduktionsanlage in den USA läuft nach Plan

Mit 1,18 Mrd. EUR investierte der voestalpine-Konzern im letzten Geschäftsjahr mehr als je zuvor in seine Zukunft und die Realisierung seiner Internationalisierungsstrategie. Lag der Anteil der Auslandsinvestitionsmittel im Geschäftsjahr 2005/06 noch bei unter 20 %, fließen nun rund die Hälfte der Investitionen ins Ausland, davon fast 30 % in Länder außerhalb Europas.

Dabei kommt der Bau der Direktreduktionsanlage in Corpus Christi/USA trotz schwieriger Wetterbedingungen planmäßig voran. Die voestalpine tätigt dort die größte Auslandsinvestition in der Unternehmensgeschichte und die größte eines österreichischen Unternehmens in den USA. 80 Prozent der geplanten Absatzmenge sind bereits durch entsprechende Vereinbarungen vergeben. Für die verbleibenden 20% gibt es weltweite Nachfrage, insbesondere aus Europa und dem NAFTA-Raum. Die Verhandlungen sind auch hier weit fortgeschritten. Wolfgang Eder betont: „Unsere Annahmen bezüglich der Großinvestition in Texas haben sich uneingeschränkt bestätigt. Nicht zuletzt dieses hohe Kundeninteresse beweist, dass wir sowohl mit unserem Produkt HBI/Eisenschwamm als auch in Bezug auf die Standort- und Logistikentscheidung richtig liegen.“ Die Anlage soll wie geplant im ersten Kalenderquartal 2016 hochgefahren werden.

Mitarbeiteranzahl konstant – Erfolgsmodell Mitarbeiterbeteiligung weiter ausgebaut

Der voestalpine-Konzern beschäftigte zum 31. März 2015 (inkl. Lehrlingen und Leiharbeitskräften auf Basis FTE/Vollzeitäquivalent) 47.418 Mitarbeiter. Die Beschäftigtenzahl blieb damit annähernd konstant (Vorjahr: 47.485). Zum Geschäftsjahresende bildete die Gruppe weltweit unverändert rund 1.400 Lehrlinge aus, davon 65 % in österreichischen und 35 % an internationalen Standorten.

Die voestalpine-Mitarbeiterbeteiligung gilt seit 15 Jahren europaweit als einzigartiges Erfolgsmodell mit entsprechender Vorbildwirkung. Mit im März 2015 gefassten Beschlüssen von Vorstand und Aufsichtsrat wurde das Grundkapital der voestalpine AG um 2,5 Millionen Aktien zum weiteren Ausbau des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms erhöht. Damit steigt der Stimmrechtsanteil der Mitarbeiterstiftung auf künftig insgesamt 14,9 % und die voestalpine-Mitarbeiter bleiben damit zweitgrößter Aktionär der voestalpine AG.

Dividendenerhöhung auf 1,00 EUR pro Aktie geplant

Vorbehaltlich der Zustimmung der am 1. Juli 2015 stattfindenden Hauptversammlung der voestalpine AG wird an die Aktionäre eine Dividende von 1,00 EUR je Aktie ausgeschüttet, was einem Anstieg um 5,3 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/14 (Dividende von 0,95 EUR je Aktie) entspricht. Im Hinblick auf ein Ergebnis je Aktie von 3,11 EUR bedeutet das eine Ausschüttungsquote von 32 %. Ausgehend von einem durchschnittlichen Börsenkurs der voestalpine-Aktie im Geschäftsjahr 2014/15 von 32,86 EUR beträgt die Dividendenrendite so wie im Vorjahr neuerlich 3 %.

Ausblick: Weitere Ergebnisverbesserungen angestrebt

Auch wenn wesentliche konjunkturbestimmende Faktoren wie die Öl- und Rohstoffpreisentwicklung oder die globalen Wechselkursrelationen volatil bleiben dürften und zumindest bis auf Weiteres geopolitische Unsicherheiten etwa im Nahen und Mittleren Osten oder in der Ukraine auch in der wirtschaftlichen Entwicklung ihre Spuren hinterlassen werden, sollte sich 2015 die konjunkturelle Gesamtentwicklung global gesehen doch zumindest weiter stabilisieren; für Europa stehen die Zeichen seit einiger Zeit erstmals wieder auf zumindest leichtem Wachstum.

Vor diesem Hintergrund sollte der voestalpine-Konzern 2015/16 seine in den vergangenen Jahren erarbeitete, führende Position sowohl in Bezug auf Technologie und Qualität als auch Effizienz und Ergebnis gegenüber seinen Wettbewerbern nicht nur verteidigen, sondern auch weiter ausbauen können. Dies insbesondere im Hinblick auf das Wirksamwerden von in den vergangenen Jahren getätigten Neuinvestitionen an einer Reihe von Standorten in allen Divisionen und die weitere konsequente Umsetzung des 900-Millionen-Euro Ergebnisoptimierungsprogrammes.

Wolfgang Eder unterstreicht: „Wir sind in wichtigen Kernindustrien wie Automobil, Maschinenbau oder Bahninfrastruktur sehr gut aufgestellt und profitieren von unserem anspruchsvollen Branchenmix. Damit werden wir uns auch in einem – global gesehen - uneinheitlichen konjunkturellen Umfeld weiterhin stabil und solide entwickeln. Darüber hinaus führt die kompromisslose Umsetzung unserer seit inzwischen 15 Jahren verfolgten „Downstream-Strategie“ zur endgültigen Abkehr von den klassischen Ergebnismechanismen der Stahlindustrie zugunsten sowohl höherer als auch stabilerer Margen im anspruchsvollen Industriebereich.“

Für das Geschäftsjahr 2015/16 zeichnet sich auf Basis der aktuellen Konjunktursituation für den voestalpine-Konzern daher gegenüber dem abgelaufenen Jahr – jeweils vor außerordentlichen Effekten bzw. Konsolidierungsveränderungen – eine weitere Verbesserung sowohl des operativen Ergebnisses (EBITDA) als auch des Betriebsergebnisses (EBIT) ab.

Der voestalpine-Konzern

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüterkonzern. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten, sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 bei einem Umsatz von 11,2 Mrd. Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,5 Mrd. Euro und beschäftigte weltweit rund 47.500 Mitarbeiter.