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voestalpine expandiert in China mit neuem Werk im Edelstahlsegment

29. Oktober 2014 | 

Der Technologie- und Industriegüterkonzern voestalpine forciert einmal mehr seine Aktivitäten im Wachstumsmarkt Asien. Die Special Steel Division, der Edelstahlbereich des Konzerns, unterzeichnete gestern einen Letter of Intent zur Zusammenarbeit mit dem chinesischen Gießereiunternehmen Kocel Machinery Co., LTD. Die voestalpine investiert dabei in den nächsten Jahren rund 140 Millionen Euro in den Bau eines neuen Werkes, das künftig Edelstahl-Premiumprodukte für den chinesischen Markt produzieren wird. Der Baubeginn des neuen Unternehmens, mit dem 400 Arbeitsplätze geschaffen werden, ist für 2015 geplant.

Der voestalpine-Konzern erweitert seine Edelstahlpräsenz im Zukunftsmarkt China und zielt mit seiner 140 Millionen-Euro-Investition in Yinchuan (Provinz Ningxia) auf den chinesischen Premiummarkt ab. Gemeinsam mit dem dort ansässigen Unternehmen Kocel Machinery Co., LTD soll bis Ende 2017 ein neues Edelstahlwerk entstehen, in dem künftig höchstqualitative Werkzeugstähle und geschmiedetes Material, speziell für die Automobil- und Konsumgüterindustrie sowie den Maschinenbau hergestellt werden. „Diese Investition ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Erfüllung unserer Internationalisierungsstrategie. Gerade im Edelstahl-Premiumsegment können wir mit unserem Know-how neue Maßstäbe in China setzen und unsere weltweite Führungsposition im Bereich hochlegierter Werkzeugstähle weiter ausbauen“, so Franz Rotter, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Chef der Special Steel Division.

Das neue chinesische Werk wird künftig bei vollständiger Auslastung jährlich zwischen 50.000 und 70.000 Tonnen an hochqualitativen Edelstahlprodukten erzeugen. Der voestalpine-Partner Kocel Machinery Co., LTD ist Teil der international agierenden Kocel Gruppe und erzielt mit 1.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 55 Millionen Euro in China, den USA und Europa. Das Unternehmen ist auf Eisen- und Stahlguss für den Bergbau- und Energiemaschinensektor fokussiert und bereits seit Jahren Produktionspartner der voestalpine Gießerei Linz GmbH in China.

Wachstumsmarkt China: Bis 2020 rund 15 neue voestalpine-Werke

Im Geschäftsjahr 2013/14 erwirtschaftete die voestalpine-Gruppe rund 750 Millionen Euro (7 Prozent des Konzernumsatzes) in Asien. Der Umsatz soll bis Ende 2020 auf jährlich rund zwei Milliarden Euro annähernd verdreifacht werden. Das geplante Investitionsvolumen in der Region beträgt zwischen 400 und 500 Millionen Euro. Hauptkundenbereiche sind Mobilität (Bahninfrastruktur/Weichentechnologie, Automobilkomponenten) und Energie (Turbinen, Kraftwerkskomponenten). Allein in China hat der Konzern 22 Standorte und Gesellschaften mit knapp 2.200 Mitarbeitern. Von 2013 bis 2020 sollen rund 15 neue Werke in der Volksrepublik entstehen.

Special Steel Division

Die voestalpine Special Steel Division ist auf technologisch anspruchsvollste Werkstoffe und kundenspezifische Services fokussiert. Sie ist globaler Marktführer bei Werkzeugstahl und einer der führenden Anbieter von Schnellarbeitsstählen, Ventilstahl und anderen Spezialstählen. Wichtigste Kundensegmente sind die Bereiche Automobil, Energie (Erzeugung sowie Öl-/Gasexploration) und Maschinenbau sowie die Konsumgüterindustrie und die Luftfahrt. Im Geschäftsjahr 2013/14 erzielte die Division einen Umsatz von über 2,6 Mrd. Euro, davon rund 40 Prozent außerhalb Europas, ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 360 Mio. Euro und beschäftigte weltweit rund 12.900 Mitarbeiter.

Der voestalpine-Konzern

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüterkonzern. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten, sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2013/14 bei einem Umsatz von 11,2 Mrd. Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,4 Mrd. Euro und beschäftigte weltweit rund 48.100 Mitarbeiter.