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Großauftrag für voestalpine-HBI aus Texas

20. August 2014 | 

Im April erfolgte der Spatenstich für die Direktreduktionsanlage des voestalpine-Konzerns in Corpus Christi, Texas (USA). Vorangegangen waren umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfungen, die nach einer insgesamt 15-monatigen Verfahrensdauer in allen Bereichen positiv abgeschlossen wurden. In der Zwischenzeit schreitet die Bautätigkeit planmäßig voran. Nachdem die voestalpine bereits im letzten Jahr eine Absichtserklärung mit dem größten mexikanischen Stahlhersteller Altos Hornos de México (AHMSA) unterzeichnet hat, konnte der Konzern nun den endgültigen Liefervertrag über 400.000 Tonnen (plus 250.000 Tonnen optional) Hot Briquetted Iron (HBI) aus Texas abschließen. Das Marktinteresse an hochqualitativem Eisenschwamm ist unvermindert groß: Mit einer Reihe renommierter Stahlhersteller laufen zum Teil bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindliche Verhandlungen über den Bezug von voestalpine-HBI.

Die mit 550 Mio. EUR (743 Mio. USD) größte Auslandsinvestition des Konzerns wird ab 2016 jährlich zwei Millionen Tonnen Hot Briquetted Iron (HBI) als Vormaterial für die hochqualitative Stahlerzeugung produzieren. Die Anlage verfügt über einen direkten Tiefseezugang zum Golf von Mexiko und wird etwa 150 Mitarbeiter beschäftigen. Rund die Hälfte des umweltfreundlichen Vormaterials kommt an den österreichischen Produktionsstandorten der voestalpine zum Einsatz und trägt zur weiteren Verbesserung der Kostenposition sowie zur Unterstützung der Qualitätsstrategie bei. Die andere Hälfte wird an langfristige Partner aus dem Bereich der anspruchsvollen Stahlerzeugung verkauft. AHMSA sicherte sich nun vertraglich mehrere hunderttausend Tonnen des gefragten Eisenschwammes. „Diese Vertragsunterzeichnung ist der Start einer langfristigen Geschäftsbeziehung. Wir freuen uns, AHMSA als Schlüssellieferant bei ihrer Qualitätsoffensive zu begleiten“, so Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG.

Der HBI-Einsatz im neu installierten Lichtbogenofen des mexikanischen Stahlherstellers mit Sitz in Monclóva, nahe Monterrey ermöglicht die Produktion von höherwertigen Stahlgüten und gewährleistet Unabhängigkeit vom volatilen mexikanischen Schrottmarkt. Neben der hohen Qualität des voestalpine-HBI waren vor allem die geografische Nähe und das vorteilhafte Logistikkonzept ausschlaggebend. Die ersten Lieferungen erfolgen direkt nach dem geplanten Betriebsbeginn der Direktreduktionsanlage Anfang 2016. Somit konnte bereits lange vor Fertigstellung der Anlage ein langfristiger Liefervertrag über einen erheblichen Teil der verfügbaren Menge abgeschlossen werden.

Derzeit laufen Verhandlungen mit weiteren Interessenten im NAFTA-Raum bzw. in Europa.

Die Gespräche sind in einigen Fällen bereits weit fortgeschritten und wir gehen daher davon aus, dass die Anlage von Beginn an mit Vollauslastung produzieren kann. Neben der internen Verwendung des HBI im voestalpine-Konzern war es für uns von höchster Priorität, auch zuverlässige Langzeitpartner mit Interesse an der regelmäßigen Abnahme von hochqualitativem HBI zu finden. Dies trägt nicht nur zur Stabilität unseres Geschäftsmodelles bei, sondern erzeugt zudem eine Win-Win-Situation für den Kunden und die voestalpine.

Wolfgang Eder Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG

Der voestalpine-Konzern

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüterkonzern. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten, sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2013/14 bei einem Umsatz von 11,2 Mrd. Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,4 Mrd. Euro und beschäftigte weltweit rund 48.100 Mitarbeiter.