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voestalpine beteiligt sich am Steirischen Autocluster

28. Januar 2014 | 

Der international führende Technologie- und Industriegüterkonzern und steirische Leitbetrieb voestalpine setzt ein klares Signal zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Steiermark und erwirbt Anteile am Steirischen Autocluster ACstyria. Damit wird die weltweit tätige voestalpine-Gruppe Teil der rund 20-jährigen Erfolgsgeschichte des ersten österreichischen Autoclusters.

Die Geschichte des Steirischen Automobilclusters ACstyria ist eine echte Erfolgsstory: Gegründet 1995 wuchs die Mitgliederanzahl in den letzten 20 Jahren auf rund 180 Betriebe an. „Das Thema Mobilität ist eines von drei Leitthemen in der Wirtschaftsstrategie Steiermark 2020, mit der wir auf Wachstum durch Innovation setzen. Wir haben den ACstyria in den letzten Jahren zum umfassenden Mobilitätscluster weiterentwickelt und zusätzlich zum Kernbereich Automotive die Luftfahrt und die Bahnsystemtechnik integriert“, so Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann. Die Partnerunternehmen des ACstyria tragen wesentlich zu den wirtschaftlichen Erfolgen der Steiermark bei. „Mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 4,7 Prozent zählt die Steiermark zu den innovativsten Regionen in Europa“, so Buchmann. In den Partnerunternehmen des ACstyria liegt die F&E-Quote bei 11,6 Prozent.

Mit 01.01.2014 übernimmt nun die voestalpine AG Anteile am Steirischen Autocluster und wird damit als Gesellschafter Teil der international anerkannten Clusterorganisation. Durch die Erweiterung der Eigentümerstruktur verringern sich die Anteile der bestehenden Gesellschafter – AVL, Magna Steyr, Krenhof, TCM – von 18 Prozent auf 14,8 Prozent. Die voestalpine AG wird sich künftig ebenfalls mit 14,8 Prozent beteiligen. Den größten Anteil am ACstyria hält weiterhin die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG) mit insgesamt 26 Prozent. „Ich freue mich sehr, dass die voestalpine als Gesellschafter Verantwortung übernimmt und damit die künftige Ausrichtung des Clusters entscheidend mitgestaltet“, so Buchmann.

voestalpine in der Steiermark

Mit der voestalpine holt sich der Steirische Autocluster einen strategischen Partner für die Bereiche Automotive, Luftfahrt und Bahnsystemtechnik an Bord. Die Geschäftsfelder Luftfahrt und Bahnsystemtechnik werden innerhalb des Unternehmens in den Divisionen Special Steel und Metal Engineering repräsentiert. Geleitet werden die beiden Divisionen der in 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertretenen voestalpine AG von zwei gebürtigen Steirern: Vorstand DI Dr. Franz Kainersdorfer zeichnet für die Agenden der Metal Engineering Division verantwortlich, Vorstand DI Franz Rotter ist mit der Führung der Special Steel Division betraut. Aktuell entfallen 60 Prozent des Konzernumsatzes auf die Bereiche Mobilität und Energie. Der voestalpine-Konzern beschäftigt in der Steiermark rund 8.000 Mitarbeiter und erzielte hier im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro (Exportquote 75 Prozent). Zwölf Produktionsgesellschaften leisten an den acht steirischen Standorten einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. In den Ausbildungsbetrieben finden aktuell 360 Lehrlinge in 16 Lehrberufen konkrete und attraktive Zukunftsperspektiven.

Die Gründe für die Beteiligung am Steirischen Autocluster ACstyria liegen für voestalpine-Chef Dr. Wolfgang Eder auf der Hand: „Wir sind ein globaler Hightech-Player und das forschungsintensivste österreichische Unternehmen. Mit unserer Beteiligung am ACstyria bringen wir dieses Know-how mit ein und möchten damit die Wirtschaftsregion insgesamt stärken, erwarten uns aber auch gleichzeitig eine Anreicherung unseres Wissens durch die Mitgliedschaft“.

Mit der Steiermark verbindet den voestalpine-Konzern eine lange Tradition. Das sichtbarste Zeichen dafür ist das in Linz und Donawitz gemeinschaftlich entstandene LD-Verfahren zur Stahlerzeugung, das vor gut 60 Jahren entwickelt wurde und mit dem das Unternehmen seine metallurgische Spitzenposition begründete. Die konsequente Ausrichtung auf Forschung und Entwicklung ist seit jeher ein wesentlicher Erfolgsgarant der voestalpine. So befindet sich das Budget für Forschung und Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr auf dem Rekordniveau von fast 140 Millionen Euro. Die Steiermark bietet innovativen Unternehmen ein ideales Umfeld: Mit den heimischen Hochschulen und externen Forschungseinrichtungen, wie der Montanuniversität Leoben, der Technischen Universität Graz und dem Materials Center Leoben, hat die voestalpine kompetente wissenschaftliche Partner an ihrer Seite.

Luftfahrtindustrie und Bahnsystemtechnik als Chancen für steirische Wirtschaft

ACstyria-Geschäftsführer DI Franz Lückler freut sich über die Neuorganisation der Eigentümerverhältnisse innerhalb des Clusters: „Unsere Gesellschafter haben bislang vor allem die Automobilbranche repräsentiert. Mit der Beteiligung der voestalpine haben wir nun auch einen strategischen Partner in den beiden Zukunftsmärkten Luftfahrt und Bahnsystemtechnik in unseren Reihen.“ Die Luftfahrt gilt als Zukunftshoffnung für steirische Unternehmen, hier können auch zahlreiche Synergieeffekte zur Automobilindustrie genutzt werden. Insgesamt rechnet die Branche in den kommenden Jahren mit durchschnittlichen Zuwachsraten von sechs Prozent, beziehungsweise einem Bedarf von rund 27.000 neuen Passagier- und Frachtmaschinen, die Airlines bis 2030 weltweit ordern werden.

Steirischer Autocluster ACstyria

Bereits seit 1995 erfüllt der Steirische Autocluster seine Funktion als Bindeglied zwischen Wirtschaft, Industrie, Forschung und öffentlichen Einrichtungen. Als erster österreichischer Autocluster zählt der ACstyria heute über 40.000 Mitarbeiter in 180 Partnerbetrieben und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von rund zehn Milliarden Euro. 

Der voestalpine-Konzern

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüter-konzern. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten, sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2012/13 bei einem Umsatz von 11,5 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,45 Mrd. Euro und beschäftigt weltweit rund 46.400 Mitarbeiter.