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voestalpine Metal Forming wird vierte Division des Konzerns

27. März 2012 | 

In der heutigen Aufsichtsratssitzung der voestalpine AG wurde einstimmig die neue Konzernstruktur beschlossen. Die beiden Divisionen Automotive und Profilform werden zur Division „Metal Forming“ zusammengeführt.

Geleitet wird die neue Division ab 1.4.2012 von Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner, der bereits in der letzten Aufsichtsratssitzung zum Vorstandsmitglied bestellt wurde. „voestalpine Metal Forming“ startet mit mehr als 10.000 Beschäftigten weltweit.

Mit dem heutigen Beschluss über Struktur und Organisation der neuen Division wurden die letzten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start ihrer Tätigkeit mit 1. April, dem Beginn des Geschäftsjahres 2012/13 des voestalpine-Konzerns, geschaffen. Die Kompetenzen des Konzerns werden damit in vier annähernd gleich großen Divisionen gebündelt. Durch die Zusammenlegung der beiden Divisionen ergibt sich eine Reihe von Vorteilen: So gab es schon bisher eine enge Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung. Auf der Kundenseite - insbesondere in der Automobilindustrie und am Energiesektor – gab es in den letzten Jahren immer stärkere Überschneidungen und damit sich hervorragend ergänzende Kompetenzen. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder erwartet sich durch die Bündelung der Kräfte deutliche Impulse für das weitere Wachstum, neue Geschäftschancen und Märkte. „Die neue Division wird vom Start weg weltweit tätig sein. Mit Herbert Eibensteiner haben wir dafür einen erfahrenen Manager aus den eigenen Reihen an der Spitze.“ Die Voraussetzungen sind vielversprechend.

Auf Basis neuer Werkstoffe wie zum Beispiel phs-ultraform haben wir es geschafft, Komponenten zu erzeugen, die auch global absolute Alleinstellungsmerkmale haben. Und wir stehen erst am Beginn dieser Entwicklungen in der Weiterverarbeitung.

Wolfgang Eder Dr. Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG

Global absolute Alleinstellungsmerkmale

Das neue Vorstandsmitglied Herbert Eibensteiner konkretisiert die Pläne.

In China, den USA und Südafrika ziehen wir in den nächsten zwei Jahren neue Automotive-Aktivitäten hoch, getragen von Aufträgen renommierter Automobilhersteller. Wir führen aktuell Gespräche auf breiter Basis und haben bereits im Jänner einen langfristigen Großauftrag an Land gezogen.

Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG

Im Geschäftsjahr 2010/11 hätte die neue Division einen gemeinsamen Umsatz von rund 2,2 Mrd. Euro erreicht, die EBIT-Marge wäre bei 8,4 Prozent gelegen. Sitz der Division Metal Forming ist Krems, gestartet wird mit mehr als 10.000 Beschäftigten. Die Geschäftsführerpositionen wurden aus den eigenen Reihen besetzt, alle bisherigen Mitarbeiter der beiden Divisionen bleiben im Konzern beschäftigt.

voestalpine Metal Forming forciert Internationalisierung

Die neue Division verfügt über fünf Geschäftsbereiche: „Tubes & Sections“ ist ein weltweit führender Hersteller von innovativen und hochwertigen Rohren, Profilen und Präzisionsstahlrohrprodukten. „Automotive Body Parts“ ist Direktlieferant von innovativen und qualitativ hochwertigen Karosserieteilen an die Automobilindustrie. Kaltgewalzte Edelbandstähle mit hoher Maßhaltigkeit und ausgezeichneter Oberflächengüte bleiben weiterhin unter „Precision Strip“ zusammengefasst, anspruchsvolle Produktlösungen in den Bereichen Hochregallager und Systemregale unter „Material Handling“. „Flamco“ produziert hoch qualitative Komponenten in der Heizungs- und Wasserinstallation mit dem Marktschwerpunkt Benelux.

voestalpine ist einen Schritt weiter am Weg zum Global Player

Die klare strategische Ausrichtung auf modernste Technologie und qualitativ anspruchsvollste Produkte und eine Wertschöpfungskette, die länger und umfassender ist als bei allen Mitbewerbern, wird auch in den nächsten Jahren konsequent beibehalten.

Sie ist die langfristige Erfolgs- und Überlebensgarantie, denn aus einem Hochkosten-Wirtschaftsraum wie der EU kommend, ist man mit Massenprodukten und Commodities im globalen Wettbewerb auf Dauer nicht konkurrenzfähig

Dr. Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG

Der Konzern wird daher in den nächsten Jahren mehr denn je den Ausbau der Kapazitäten in Forschung und Entwicklung vorantreiben und sich künftig noch klarer als globaler Technologieführer in den qualitativ anspruchsvollsten Wachstumssegmenten, insbesondere Mobilität und Energie, positionieren.

Der voestalpine-Konzern

Die voestalpine ist ein weltweit agierender Konzern mit einer Vielzahl von spezialisierten und flexiblen Unternehmen, die hochwertige Stahlprodukte fertigen, verarbeiten und weiterentwickeln. Die Unternehmensgruppe ist mit 360 Produktions- und Vertriebsgesellschaften in über 60 Ländern vertreten. Das Unternehmen ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Flachstahlprodukten einer der führenden europäischen Partner der Automobil-, der Hausgeräte- und der Energieindustrie. Der voestalpine-Konzern ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie, bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen sowie Europas Nummer eins in der Herstellung von Schienen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2010/11 bei einem Umsatz von rund elf Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBIT) von knapp einer Milliarde Euro und beschäftigt weltweit rund 47.000 Mitarbeiter.