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voestalpine baut mit "phs"-Zukunftstechnologie die globale Automotive-Präsenz massiv aus

27. Januar 2012 | 

Der voestalpine-Konzern hat mit einem führenden europäischen Automobilhersteller den bisher größten Einzelvertrag seiner Division Automotive abgeschlossen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 700 Mio. Euro. Erstmals produziert die voestalpine-Gruppe damit in Ländern wie China und den USA anspruchsvolle Automobilkomponenten. Für diesen globalen Expansionsschritt im Automotivebereich investiert der Konzern rund 100 Mio. Euro.

Die Vereinbarung umfasst neben einem umfangreichen Paket an hochfesten, anspruchsvollen Sicherheitsbauteilen auch Ersatz- und Zusammenbauteile für eine neue Generation einer erfolgreichen Modellreihe. Für die Produktion in unmittelbarer Nähe zu den jeweiligen Automobilwerken werden bestehende voestalpine-Standorte erweitert bzw. neue zusätzlich errichtet. Die schon bestehende globale Präsenz in anderen Divisionen wird damit um den Automotive-Bereich erweitert.

Entscheidend für die Auftragsvergabe an die voestalpine waren neben der Technologieführerschaft auch das Gesamtpaket des Konzerns und die guten Erfahrungen aus jahrzehntelanger Zusammenarbeit.

Unser Partner schätzt das hervorragende Produktions- und Verarbeitungs-Know-how bei allen Herstellungsschritten und die integrierte Arbeitsweise durch das umfassende Konzern-Know-how

Franz Hirschmanner, Mitglied des Vorstandes und Leiter der Division Automotive

Automotivebereich wird zum Exportschlager

Die Investitionen im Umfang von rund 100 Mio. Euro mit Schwerpunkten vor allem in China und den USA sind Teil unserer Globalisierungsstrategie. Wir folgen den europäischen Automobilherstellern in die Zukunftsmärkte und bauen dort unsere Präsenz massiv aus

Dr. Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender voestalpine AG

Patentierte Technologieführerschaft in der Automobilzulieferindustrie

Für den Auftrag kommt bei sämtlichen wesentlichen Bauteilen das patentierte Zukunftsprodukt „phs-ultraform“ zum Einsatz. phs-ultraform ist ein von der voestalpine entwickelter feuerverzinkter Karosseriestahl, dessen Verformung im Wege des neuen Prozesses „Presshärten im indirekten Verfahren“ erfolgt. Voraussetzung dafür war die Errichtung der weltweit ersten derartigen Presshärteanlage für die Serienproduktion in Deutschland. Die zunächst kaltgepressten Bauteile werden dabei in einem Folgeschritt auf 900 Grad Celsius erhitzt und dann innerhalb von wenigen Sekunden auf 70 Grad abgekühlt und damit gehärtet. Die so erzeugten, korrosionsgeschützten Bauteile zeichnen sich durch eine deutlich höhere Festigkeit bei gleichzeitiger erheblicher Gewichtseinsparung aus. Die neue Technologie leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauches bei gleichzeitig signifikanter Erhöhung der Insassensicherheit. Der Werkstoff Stahl stellt sich damit in sehr erfolgreicher und zukunftsweisender Form der Herausforderung durch die Alternativwerkstoffe Aluminium und Karbon.

Der voestalpine-Konzern

Die voestalpine ist ein weltweit agierender Konzern mit einer Vielzahl von spezialisierten und flexiblen Unternehmen, die hochwertige Stahlprodukte fertigen, verarbeiten und weiterentwickeln. Die Unternehmensgruppe ist mit 360 Produktions- und Vertriebsgesellschaften in über 60 Ländern vertreten. Das Unternehmen ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Flachstahlprodukten einer der führenden europäischen Partner der Automobil-, der Hausgeräte- und der Energieindustrie. Der voestalpine-Konzern ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie, bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen sowie Europas Nummer eins in der Herstellung von Schienen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2010/11 bei einem Umsatz von rund elf Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBIT) von knapp einer Milliarde Euro und beschäftigt weltweit rund 47.000 Mitarbeiter.