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Klarstellung der voestalpine AG zu Vorwürfen in Zusammenhang mit dem laufenden Kartellverfahren in Deutschland

29. Dezember 2011 | 

Bereits in der ersten Jahreshälfte 2011 – unmittelbar nach Vorliegen der ersten internen Verdachtsmomente – wurde mit deren rückhaltloser Aufklärung unter Inanspruchnahme auch externer Unterstützung begonnen, in der Folge umgehend Kontakt mit der Deutschen Kartellbehörde aufgenommen und unter Vorlage umfassender Sachverhaltsdarstellungen ein Kronzeugenantrag eingebracht.

Zudem hat die voestalpine AG – im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten – ihrerseits Medien und Öffentlichkeit von sich aus über den jeweiligen Stand des Sachverhaltes transparent informiert und beispielsweise – als einziges der davon betroffenen Unternehmen – auch über Hausdurchsuchungen berichtet.

Im Rahmen der internen Aufarbeitung hat die voestalpine AG nicht nur umgehend entsprechende personelle Konsequenzen gezogen, sondern auch tiefgreifende organisatorische Maßnahmen implementiert, um Wiederholungsfälle künftig zu verhindern. Hervorzuheben sind hier insbesondere die umfangreiche Erweiterung der Compliance-Strukturen und -Prozesse im gesamten Konzern, die seit Herbst dieses Jahres weltweit konsequent implementiert wird. Auch über die innerhalb des Unternehmens getroffenen Maßnahmen wurde seitens der voestalpine AG mehrfach öffentlich transparent informiert.

Umfang und Konsequenz der im Zuge der Aufarbeitung getätigten Aktivitäten sowie die intensive Kooperation mit der Deutschen Bahn einschließlich der umgehenden Erfüllung von zusätzlichen, von deren Seite für sämtliche Anbieter erlassenen Compliance-Richtlinien, waren unabdingbare Voraussetzungen dafür, bei der Vergabe neuer Schienenaufträge überhaupt mitbieten zu können und in der Folge auch einen Zuschlag erhalten zu haben.

Auch mit der deutschen Kartellbehörde war die voestalpine von Beginn an um ein Höchstmaß an Transparenz und um Offenlegung sämtlicher relevanter Informationen bemüht. Sämtliche, in den vergangenen Monaten in den Medien als „neu“ oder „zusätzlich“ kolportierte Verdachtsmomente waren bereits Gegenstand von früheren Sachverhaltsdarstellungen seitens der voestalpine gegenüber den Behörden.

Aufgrund der Komplexität und Sensibilität der Materie ist es dem Unternehmen bis auf Weiteres nicht möglich, näher auf einzelne Details des Verfahrens oder den Wahrheitsgehalt medialer Gerüchte einzugehen. Insbesondere legt die voestalpine Wert darauf, die Kommunikation mit den Behörden nicht über die Medien, sondern weiterhin in uneingeschränkter und lückenloser direkter Zusammenarbeit abzuwickeln.

Der voestalpine-Konzern

Die voestalpine ist ein weltweit agierender Konzern mit einer Vielzahl von spezialisierten und flexiblen Unternehmen, die hochwertige Stahlprodukte fertigen, verarbeiten und weiterentwickeln. Die Unternehmensgruppe ist mit 360 Produktions- und Vertriebsgesellschaften in über 60 Ländern vertreten. Das Unternehmen ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Flachstahlprodukten einer der führenden europäischen Partner der Automobil-, der Hausgeräte- und der Energieindustrie. Der voestalpine-Konzern ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie, bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen sowie Europas Nummer eins in der Herstellung von Schienen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2010/11 bei einem Umsatz von rund elf Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBIT) von knapp einer Milliarde Euro und beschäftigt weltweit rund 47.000 Mitarbeiter.