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voestalpine AG im ersten Halbjahr mit Ergebnissprung

18. November 2010 | 

Die voestalpine AG hat das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/11 mit einem klaren Ergebnissprung abgeschlossen.

  • voestalpine-Konzern verzehnfacht im Jahresvergleich EBIT auf 414 Mio Euro
  • Umsatz aufgrund deutlicher Mengenzuwächse um 24,2% gesteigert
  • Ergebnis nach Steuern geht mit 250 Mio Euro wieder Richtung Vorkrisenniveau
  • Nettofinanzverschuldung massiv verringert

Die voestalpine AG hat das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/11 mit einem klaren Ergebnissprung abgeschlossen. Während sich das EBIT im Jahresvergleich von 42,7 auf 414,2 Mio Euro fast verzehnfachte, drehte das Ergebnis nach Steuern aus der Verlustzone des Vorjahres mit 249,7 Mio Euro klar ins Plus. Der Umsatz erhöhte sich im selben Zeitraum um 24,2% von 4,18 Mrd auf 5,19 Mrd Euro. Während die Zahl der Stamm-Mitarbeiter nochmals leicht auf unter 39.900 gesunken ist, konnte der Konzern seine Nettofinanzverschuldung um ein Fünftel, auf knapp 66% des Eigenkapitals reduzieren.

Die positive Entwicklung erstreckt sich über alle fünf Divisionen der voestalpine-Gruppe, wobei die Bereiche Stahl und Bahnsysteme im 1. Halbjahr 2010/11 zu 100%, die übrigen drei Divisionen zwischen 90 und 95% ausgelastet waren. Ein Trend, der sich dank einer überwiegend günstigen konjunkturellen Entwicklung in den wichtigsten Märkten auch in den kommenden sechs Monaten fortsetzen sollte.

Im globalen Vergleich bzw. über die verschiedenen Industriesektoren betrachtet, zeigt sich allerdings ein durchaus differenziertes Bild. Während die positive Grundtendenz in den großen asiatischen Volkswirtschaften, Teilen Europas sowie in Brasilien anhält, stellt sich die Konjunktursituation in den USA anhaltend kritisch dar. Ähnlich die Ambivalenz in den Sektoren: Einem anhaltenden Aufwärtstrend in den Bereichen Automobil, Maschinenbau, Konsumgüter, Öl- und Gasexploration sowie Alternativenergie steht eine gedämpfte Entwicklung in der Bau- und Bauzulieferindustrie gegenüber, wo sich in vielen Ländern zunehmend der Sparkurs der öffentlichen Hand auswirkt.

So dramatisch sich der Einbruch im Herbst 2008 dargestellt hat, so unerwartet rasch erfolgte – jedenfalls im Bereich der Industrie - die Erholung. Im Interesse einer wirklich nachhaltigen Stabilisierung der Märkte sollten wir für die nächste Zeit aber mit einem etwas bescheideneren, dafür jedoch längerfristigen Wachstum zufrieden sein.

Dr. Wolfgang Eder, Vorsitzender des Vorstandes der voestalpine AG

Als zentrale Aufgabenstellungen für die nächste Zeit definierte der Vorstandsvorsitzende den Abschluss der strukturellen Neuerungen in den Divisionen Stahl und Edelstahl, die forcierte Ausrichtung des Konzerns auf Produkte und Märkte der kommenden Jahrzehnte sowie die Realisierung des konzernalen Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogrammes mit einem Optimierungsziel von 600 Mio Euro bis 2012.

In ergebnismäßiger Hinsicht erachtet der voestalpine-Vorstand für das Gesamtgeschäftsjahr 2010/11 eine Verdoppelung des operativen Vorjahresergebnisses (EBIT) von 352 Millionen Euro als gut abgesichert.