LD-Schlacke nach REACH zertifiziert

Bereits vor Jahren wurde die LD-Schlacke durch die EU-Chemikalienverordnung REACH registriert. Diese lässt den Einsatz von LD-Schlacke europaweit beispielsweise als Gesteinskörnung für Asphalt, Rohstoff für die Zement- und Klinkererzeugung, Schüttmaterial, Baustoffgemische für Tragschichten ohne Bindemittel im Straßen- und Bahnbau zu.

Mit 1. Juni 2007 trat die EU-Verordnung zu REACH in Kraft. Aus diesem Grund unterliegen alle Produkte ehe sie auf den Markt gebracht werden der strengen europäischen Chemikaliengesetzgebung und sind demnach zu registrieren. So wurde auch LD-Schlacke der erforderlichen Registrierung gemäß EU-Chemikalienverordnung REACH (Registrierung, Evaluierung, Autorisierung und Beschränkung von chemischen Stoffen) samt Prüfung in Hinblick auf etwaige Umweltgefährdung unterzogen. Aufgrund der Entsprechung mit den REACH-Vorgaben hat die voestalpine die Registrierung für LD-Schlacke bei der zuständigen Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) bereits vor einigen Jahren positiv abgewickelt. Das Registrierungsdossier alleine hatte einen Umfang von rund 2.000 Seiten.

Das Ergebnis dieser Überprüfung ist im öffentlich zugänglichen Stoffsicherheitsbericht zusammengefasst und bestätigt, dass LD-Schlacke kein gefährlicher Stoff gemäß den entsprechenden EU-Verordnungen ist. Diese Registrierung schließt – nach dem System des EU-Chemikalienrechts – nicht nur die Qualifizierung als „Abfall“ aus, sondern hat auch zur Folge, dass die LD-Schlacke der unionsrechtlich garantierten Warenverkehrsfreiheit unterliegt. Jede Beschränkung dieser Warenverkehrsfreiheit und des innerstaatlichen Einsatzes sowie der Wiederverwendung ist demnach EU-rechtswidrig, sofern der österreichische Gesetzgeber nicht den Nachweis erbringt, dass eine solche Beschränkung aus Gefährdungsgründen erfolgt, die sich aus sämtlichen ökotoxikologischen Gutachten, die auch im Rahmen des REACH-Systems erstellt wurden, ergeben.