Die Geschichte der voestalpine

2008-2018

HBI Texas
Direktreduktionsanlage in Texas

Im Herbst 2008 erreicht der Konjunktureinbruch infolge der weltweiten Banken- und Finanzkrise auch die voestalpine. Das Geschäftsjahr 2009/10 wird zum schwierigsten Geschäftsjahr seit dem Börsengang 1995. Trotz der Weltwirtschaftskrise setzt die voestalpine ihre Investitionsprogramme und die Globalisierungsstrategie fort. Nach einer Konsolidierungsphase während der Krise wird diese Strategie seit dem Geschäftsjahr 2012/13 konsequent ausgeweitet. Der Konzern nimmt ab 2013 sein größte Auslandsinvestition mit dem Bau einer Direktreduktionsanlage in Texas in Angriff, setzt mit der Weiterentwicklung der phs-Technologie Akzente im wichtigen Wachstumsmarkt Mobilität und investiert in hochmoderne Produktionsanlagen an österreichischen und internationalen Standorten. Produkte und Innovationen im Bereich E-Mobilität, Additive Manufacturing (3D-Druck) oder Luftfahrt unterstreichen den Wandel der voestalpine vom Stahl- zu einem Technologie- und Industriegüterkonzern, unterstützt durch eine konzernweit forcierte Digitalisierungsstrategie. (weiterlesen)

2002-2008

Luftaufnahme Standort Linz

Dieser Zeitabschnitt wird vor allem vom Investitionsprogramm „Linz 2010“, von der vollständigen Privatisierung der voestalpine über die Börse und der Begebung einer Wandelanleihe über die letzten 15 Prozent der Aktien in Staatseigentum im Jahre 2003 – nach dem Wandel der letzten Aktie ist die voestalpine mit 31. August 2005 zur Gänze in Privatbesitz –, der Akquisition der Böhler-Uddeholm-Gruppe 2007/08 und einer einzigartigen Erfolgsgeschichte des Konzerns geprägt. (weiterlesen)

1995-2001

Rollenrichtmaschine und Schienenkühlbett (120 m) in Donawitz

Im Oktober 1995 werden 31,7 Prozent der Staatsanteile über die Börse verkauft. Mit einem umfangreichen Ausbauprogramm wird der Produktmix des Konzerns weiter verbessert. 2001 wird die Unternehmensstruktur geändert und durch die Aufteilung in die vier Divisionen Stahl, motion (ab 2005 Automotive), Bahnsysteme und Profilform konsequent in Richtung Verarbeitung ausgerichtet („Mehr aus Stahl“), wobei auch die Wertschöpfungskette entscheidend verlängert wird (Hightechunternehmen und Nischenanbieter). Gleichzeitig erhält der Konzern die Bezeichnung voestalpine AG und verfolgt ab diesem Zeitpunkt eine Dachmarkenstrategie unter der Marke voestalpine. (weiterlesen)

1993-1995

Feinentstaubungsanlage Sinteranlage Linz (1993)

Nachdem 1993 aus der Austrian Industries AG die VOEST-ALPINE Technologie AG, die Böhler-Uddeholm AG und die VOEST-ALPINE STAHL AG mit dem Ziel der Privatisierung geschaffen worden waren, geht 1994 als erstes Unternehmen die VOEST-ALPINE Technologie AG erfolgreich an die Börse.  (weiterlesen)

1986-1993

Bandbeschichtungsanlage - COLOFER

Infolge der Ereignisse des Jahres 1985 wird die Unternehmensleitung 1986 zur Gänze neu bestellt und das „VOEST-ALPINE-neu-Konzept“ zur Restrukturierung des Unternehmens präsentiert. Im gleichen Jahr wird die Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG) geschaffen, die ab 1988 aus sechs Branchenholdings besteht. Die neu entstandene VOEST-ALPINE STAHL AG findet langsam zurück in die Erfolgsspur. Die Beteiligungen der ÖIAG werden ab 1990 durch die Austrian Industries AG verwaltet. Ende 1993 werden im Zuge des Privatisierungsgesetzes aus der Austrian Industries AG drei Konzerne geschaffen: die VA Technologie AG, die Böhler-Uddeholm AG und die VOEST-ALPINE STAHL AG. (weiterlesen)

1974-1985

Anblasen des Hochofens A (1977)

Die Effekte der Fusion fallen bereits mit der internationalen Wirtschaftskrise zusammen, deren Auswirkungen ab 1975 auch für die VÖEST-ALPINE AG spürbar werden. Der Konzern wird neu organisiert und mit der Diversifikation begonnen. Die lang schwelende Krise der verstaatlichten Industrie kulminiert schließlich 1985 – der damalige Staatsbetrieb steht vor dem Bankrott. (weiterlesen)

1963-1973

Brammenstranggussanlage

Dieser Zeitabschnitt ist geprägt von der Rekonzernierung der VÖEST, einem Sonderinvestitionsprogramm und der Fusion von VÖEST und ÖAMG zur VÖEST-ALPINE AG. (weiterlesen)

1956-1962

Montagearbeiten an der Stahlkonstruktion der Europabrücke (1962)

Die öffentliche Verwaltung des Unternehmens wird durch ordentliche aktienrechtliche Organe abgelöst und die Investitionstätigkeit in erster Linie auf eine Modernisierung und Rationalisierung der Produktionsentwicklung abgestellt.  (weiterlesen)

1945-1955

LD-Stahlwerk I

Mit der Bewältigung der Nachkriegswirren und dem Wiederaufbau beginnt die Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Entwicklung des LD-Verfahrens. Nach langen Vorarbeiten im In- und Ausland gelingt Wissenschaftlern in Linz der Durchbruch. Ab 1952 revolutioniert dieses Verfahren die Stahlerzeugung. (weiterlesen)

1938-1945

voestalpine Geschichte
Blick Richtung Hochofengruppe (1942)

Ab 1938 wird in Linz – als Teil der nationalsozialistischen Kriegsindustrie – ein Eisen- und Stahlwerk errichtet, das ab 1941 sukzessive in Betrieb geht. Beim Aufbau der Werke und der Produktion der Rüstungsgüter werden tausende ausländische Arbeitskräfte (zivile ausländische Arbeitskräfte, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge) eingesetzt. (weiterlesen)