Das Auto der Zukunft: Mit Sicherheit leicht

29. April 2010

... und mit Leichtigkeit sicher!

Im Automobil von morgen stecken Hightech-Werkstoffe, die heute noch als utopisch gelten. Zum Beispiel spezielle „denkende“ Stähle der voestalpine.
 
Die Automobilhersteller stehen weltweit vor fundamentalen Herausforderungen. Strengere CO2-Emissionsziele und radikale Veränderungen in Mobilitätsgewohnheiten führen einerseits zu völlig neuen Fahrzeugkonzepten (Stichwort: E-Mobilität), andererseits müssen dadurch auch „traditionelle“ Autos immer leichter werden.

Die Formel "weniger Gewicht = weniger Verbrauch und Emissionen" darf dabei aber weder zu Lasten der Sicherheit, noch des Komforts gehen. Das bedeutet: Werkstoffe im Automobil müssen leichter, effizienter, kostengünstiger – und gleichzeitig immer sicherer – werden.

Um diese ehrgeizigen Ziele erreichen und im immer härteren Wettbewerb bestehen zu können, brauchen die Hersteller auch innovative Zulieferer. Beim Gewicht zählt jedes Kilogramm, beim Crash hingegen maximale Sicherheit. Die Karosserieteile sollen in der Produktion leicht verformbar sein – aber bei einem Unfall das genaue Gegenteil.

 

Nicht nur den Werkstoff neu erfinden, sondern auch seine Verarbeitung optimieren

Diese Anforderungen gehen jeweils an das technisch Machbare - und manchmal auch darüber hinaus. Wer sie erfüllen will, braucht Hightech-Werkstoffe, wie zum Beispiel spezielle höchstfeste Stähle.

Darum beschäftigen sich die Experten der voestalpine schon heute mit Lösungen für das Auto von morgen. Sie entwickeln etwa so genannte „Advanced High Strength Steels“ oder Multiphasenstähle, die dünner und leichter sind, aber dennoch höchste Crashanforderungen aufweisen.

Karosserie mit "phs-ultraform"Oder presshärtende „phs-ultraform“-Stähle (siehe Bild links), die als absolute technologische Innovation seit vergangenem Jahr bei besonders sicherheitskritischen Karosserieteilen eingesetzt werden. Die Verbindung von Werkstoff- und Verarbeitungsknow-how ist dabei ein unschlagbarer Vorteil, weil die Entwicklungsexperten nicht nur neue Qualitäten entwickeln, sondern gleichzeitig auch deren Eigenschaften bei der Weiterverarbeitung wie Pressen, Umformen oder Schweißen optimieren.

Blick in die Zukunft: von Hybriden und "denkenden Stählen"

Übrigens: Auch in der Kombination von Stahl mit anderen Werkstoffen macht die voestalpine Entwicklungen möglich, die bis dahin als nicht machbar galten. Gemeinsam mit einem industriellen Partner wurde soeben die „Hybridplatine“ entwickelt – die lasergeschweißte Verbindung von Stahl- und Aluminiumbauteilen.

Der nächste Schritt ist der „denkende Stahl“ – ein Werkstoff, der gewissermaßen einen Crash erkennt und seine Gefügeeigenschaften von „leicht“ auf „fest“ verändern kann. Das klingt utopisch – aber egal, welche Herausforderungen das Auto von morgen auch bietet – die voestalpine wird die Entwicklung begleiten und technologische Trends setzen.


Stahl mit bester Umweltbilanz

PS: Wussten Sie, dass Stahl als einziger Werkstoff zu 100 Prozent wiederverwertbar ist? Aus Stahl wird also praktisch ohne Energieverlust wieder Stahl, indem er als Vormaterial Schrott wieder dem Produktionsprozess zugeführt wird. Auch gemessen an Emissionen in der Herstellung ist Stahl die umweltfreundliche Nummer eins. Je produzierter Menge in Kilogramm verursacht Stahl ein CO2-Äquivalent von rund 2,5 kg, Aluminium bis zu 15,5 und Kohlefaser sogar bis zu 23 kg.
 

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