Wenn innovative Jugendliche an einem innovativen Ort zusammenkommen, dann wird Zukunft gemacht. „Jugend innovativ“ zeigte, was Oberösterreichs Jugend drauf hat. So wird Strom aus Gülle gewonnen und Motorräder automatisch zum Blinken gebracht.
„Querdenken zahlt sich aus“, ist vor den Toren der voestalpine Stahlwelt zu lesen. Drinnen sprüht es nur so von Pioniergeist und Erfindungsgabe. 28 Projekte des Wettbewerbs „Jugend innovativ“ rangen im Oberösterreichfinale um die Tickets für die Bundesausscheidung in Wien. Von Treppenliften, die wasserdicht sind und in Kurven fahren können, bis hin zu selbst gießenden Blumenbeeten reichte die Palette. 150 der insgesamt 460 eingereichten Projekte stammen übrigens aus Oberösterreich, und machen das Land ob der Enns bereits vor dem Finale schon zum Innovationskaiser. Der Ideenwettbewerb wird von Unterrichts-, Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium initiiert und fand heuer erstmalig in der voestalpine Stahlwelt statt. Organisatorin Jana Zach vom „austria wirtschaftsservice“ ist von den Schülerinnen und Schülern zwischen 16 und 18 Jahre begeistert: „Wir haben in er Vergangenheit schon Patente initiieren können und sind immer wieder erstaunt welcher Erfindergeist in den jungen Leuten steckt.“ Jurysprecherin Doris Kölbl-Tschulik war deshalb nicht zu beneiden. Sie musste aus den 28 verbliebenen Projekten die Besten aussuchen.

Die Siegerprojekte im Einzelnen (sie werden Oberösterreich beim Bundesfinale vertreten):
Kategorie Design:
Das Projekt „Eiertanz“ produzierte nicht nur formschöne Eierbecher, sondern ein ganzes Tischset, das sich „sehen“ lassen kann. Die Jury war von der Schlichtheit der Idee fasziniert.
Kategorie Engineering:
Eine weltweit bisher noch nicht eingesetzte „Blinkerautomatik für Motorräder“, erkennt den Neigungswinkel des Zweirades und blinkt automatisch. Die Jury hat vor allem der Sicherheitsgedanke und der Innovationsgrad überzeugt.
Ebenfalls in Wien dabei ist das Projekt „Borkenkäfermonitoring“. Damit behalten Förster den Überblick über die Schädlingskulturen in ihren Wäldern. Der Jury gefiel die Effizienz des Projektes und, dass es in diesem Segment noch sehr wenig Technologisierung gibt.
Sonderpreis Informations- und Kommunikationstechnologie:
Mit „Universal Robot Control“ ist es Schülern gelungen Roboter über Internet, Handy oder PDA zu steuern. Roboter aller Art, die eine Verbindung zu Web aufbauen können, werden so kontrolliert. Die exzellente Dokumentation des Projektes hat es der Jury angetan.
Hinter „Multilpe Operation Autonomous Vehicle“ steckt eine Steuerung von Fahrzeugen, die Hindernisse genau erkennt und diesen ausweicht. Das System soll bei Lawinenbergungen eingesetzt werden. Der Praxisaspekt und die gute Dokumentation gaben den Ausschlag zum Finaleinzug.
Das Projekt „Life Messages“ erkennt über das Handy, wenn Mensch in Gefahren geraten, etwa, wenn ältere Menschen stürzen oder ohnmächtig werden. Es schlägt über eine Schnittstelle sofort Alarm. „Das System könnte massenhaft Gebrauch finden, da es nicht teuer in der Herstellung ist“, begründete Doris Kölbl-Tschulik.
Kategorie Science:
Chitosan heißt das Wundermittel, das in der Natur bei Schalentieren oder auf Insektenpanzern zu finden ist. Es wirkt antibakteriell und antiviral. Im Rahmen einer Klassenarbeit ist es gelungen, es zu isolieren und per Schimmelpilz leicht reproduzierbar zu machen. Das Potenzial für die großtechnische Umsetzung und die perfekte Recherche brachten das Ticket nach Wien.
Sonderpreis Klimaschutz:
So unglaublich es klingen mag, Schülerinnen konnten erforschen wie man „Strom aus Gülle“ produziert. Die Jury war vor allem davon beeindruckt, dass es noch dazu gelungen ist „aus einer störenden Nebenreaktion zusätzliche Energie zu gewinnen“.
„Wir heizen nicht ins Freie“ war das Motto und Projekt zweier Schüler, die für ihre eigene Schule eine Steuerung entwickelten, die offene Fenster erkennt und durch einen Impuls die Heizkörper drosselt. Der Praxisaspekt und der Spar-Gedanke ließen die Jungs das Ticket nach Wien lösen.
Die voestalpine gratuliert allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern recht herzlich und wünscht viel Erfolg beim Finale in Wien und bei der Umsetzung der Projekte.
Hier gehts zur Gallery: http://www.flickr.com/photos/voestalpine_innovation/sets/72157623858504697/
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