Die Zukunft des Autos 3 Minuten Lesezeit
Automotive

Die Zukunft des Autos

Viktoria Steininger
Holds editorial responsibility for blog topics, is researching and writing articles. Her stories give insights into the world of the voestalpine Group.

Antriebe mit Strom und Wasserstoff, digitale Innenräume, autonome Fahrkonzepte und neue Werkstoffe verändern das Auto im Rekordtempo. Zukünftig wird nur noch wenig so sein, wie es heute ist.

Alternative Antriebe

Zukunft AutoDas Auto der Zukunft fährt elektrisch, wobei es die wichtigsten Zukunftsantriebe bereits heute gibt – nicht nur in extravaganten Messestudien, sondern bereits beim Händler. Ob Kleinwagen, Limousine, Supersportauto oder SUV – kaum eine Marke kommt mehr ohne elektrifizierte Modelle aus. Der wichtigste technologische Sprung bis 2020 wird in der Batterietechnologie erwartet: Dann sollen mit Elektroautos Reichweiten und Preise möglich sein, die wir heute von konventionellen Autos kennen. Alternativ ist der Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb bereits ausgereift – hier ist geplant, in der kommenden Dekade ein Tankstellennetz zu errichten.

Digitalisierung und Vernetzung

Ein weiterer Megatrend: die vollständige Digitalisierung und Vernetzung der Autos, etwa durch Internetfähigkeit, Spiegelung der Smartphone-Umgebung und spezielle Apps. Zusätzlich wird die Bedienbarkeit intuitiver: Die Knöpfe auf der Mittelkonsole weichen Touchpads in verschiedenen Größen, von Riesenscreens am Armaturenbrett bis zu Mikropads im Lenkrad. Die bereits jetzt in Luxuslimousinen angebotene Steuerung des Infotainments über Gesten wird zukünftig auch in kleineren Autos erhältlich sein. Und Head-up-Displays werden sich über die gesamte Windschutzscheibe und das Armaturenbrett ziehen.

Autonomes Fahren

Zukunft AutoGleichzeitig werden die Fahrfunktionen automatisiert: Die meisten Systeme, die ein Auto benötigt, um autonom zu fahren, befinden sich heute bereits oft an Bord, etwa Kameras und Sensoren, die die zahlreichen Fahrassistenzsysteme steuern. Hierzu zählt zum Beispiel der Staufolge-Assistent, der im zähfließenden Verkehr das Auto beschleunigt, abbremst und in der Spur hält, oder das Nothalt-System, das einen bewusstlos gewordenen Fahrer erkennt und selbst anhält. Die großen Meilensteine im kommenden Jahrzehnt sind jedoch die Car-to-X-Technologie, bei der sich Autos untereinander warnen und Kollisionen vermeiden, und die komplett autonome Steuerung. Technisch stehen beide Konzepte bereits kurz vor der Marktreife, jedoch müssen noch Fragen zu Datenschutz und Haftung geklärt werden.

Hybride Werkstoffe

Zukunft AutoDer Bereich der Materialentwicklung wird für innovativste Autos eine große Rolle spielen. Hier werden ultrahochfeste Stahlbauteile auch zukünftig ihre Vorteile ausspielen. In Kombination mit anderen Werkstoffen – wie z.B. mit CFK (kohlefaserverstärkter Kunststoff) oder Aluminium – sind gänzlich neue Anwendungen möglich.
Manche Teile könnten bald sogar dezentral im 3D-Drucker hergestellt werden. Aktuell diskutiert werden zudem flexible Karosserieteile aus Alu oder Kunstgewebe, die sich je nach Fahrsituation transformieren und den Windwiderstand minimieren.

 

Umweltfreundlich und flexibel

Das Auto der Zukunft wird den CO2-Ausstoß deutlich reduzieren oder sogar ganz ohne Schadstoffausstoß auskommen. Und es wird beinahe so flexibel sein wie ein Transformer, denn es kann je nach Bedarf und Situation konfiguriert werden: entweder als „Fahrmaschine“ mit dem Fahrer am Steuer und aerodynamisch optimierter Karosserie oder als autonom navigierende Lounge mit Hightech-Entertainment oder Büro-Umgebung, in der man Filme schauen, Videogames spielen, arbeiten oder entspannen kann.

Mehr zu Mobilität: http://www.voestalpine.com/group/de/konzern/schwerpunkt-mobilitaet/

 

Viktoria Steininger