Wie Technologie unsere Arbeit verändert: Martin Halda 3 Minuten Lesezeit
Karriere

Wie Technologie unsere Arbeit verändert: Martin Halda

Christopher Eberl
Holds editorial responsibility for career topics and for the apprentice website. His stories offer insights into the world of work at voestalpine.

Als Technologie- und Industriegüterkonzern gestalten wir unsere Zukunft aktiv mit. Wie sich unser beruflicher Alltag durch technologische Entwicklungen im Laufe der Zeit verbessert hat, haben wir unsere Kollegen rund um die Welt gefragt. Es sieht so aus als wäre Technologie in unserem Alltag schon lange integriert und positiv spürbar – lesen Sie hier erste Antworten und Meinungen.

Martin Halda ist Projektmanager Engineering & Quality bei Böhler Schmiedetechnik in Kapfenberg, Österreich. Er und sein Team arbeiten laufend an neuen strategischen Projekten. Das Team betrachtet keine bereits etablierten Prozesse, sondern entwickelt gemäß der Kunden- und Konzernvorgaben stetig neue Prozesslösungen. Der Mensch ist in seinem Beruf ein entscheidender Faktor, aber der technologische Fortschritt erleichtert ihm das Arbeitsleben. Wie? Das erzählt er uns im Gespräch.

Martin Halda, Projektmanager Engineering & Quality, Böhler Schmiedetechnik GmbH & Co KG

Was sind die technologischen Aspekte Ihrer Arbeit?

Sie beginnen mit dem Einsatz von entsprechendem Vormaterial, ziehen sich über die komplette Vorgabe der Umformprozesse und Wärmebehandlung bis hin zur Adjustage und (Fertig-)Bearbeitung. Auch das Umfeld der Wertschöpfungskette ist zu betrachten. 
Generell müssen alle Kundenanforderungen klar vorgegeben, reproduzierbar und strikt eingehalten werden.

Im Projektmanagement ist dabei die Erfassung des Ist- Standes ganz wichtig: Alle einflussgebenden Faktoren müssen betrachtet werden, um einen klaren Vergleich mit dem Soll-Prozess abbilden zu können. Das gemeinsame Ziel muss klar abgestimmt sein.

Wie hat sich der Einsatz von Technologie über die Jahre verändert?

In der Zeit meiner Vorgänger war ein kundengenehmigter Prozess bereits qualitativ verankert. Mit der Zeit haben sich die Methoden und Prozesse aber stark verändert: Die Digitalisierung von sämtlichen Daten, die Vorgabe und Erfassung von Prozessparametern sowie die technischen Anforderungen an die Produkte sind enorm gestiegen. Auch computergestützte Technologie ist hinzugekommen, wie zum Beispiel die Modellierung von Prozessen. Die genannten Systeme sind zwar zusätzlich zum Tagesablauf zu bedienen, doch im Allgemeinen erleichtern sie das Arbeitsleben.

Wie wird sich der Einsatz von Technologien in Ihrem Bereich über die nächsten Jahre verändern und entwickeln?

Als Global Player im Bereich Luftfahrtteile ist es von größter Wichtigkeit, zu den Early Adopters neuer Technologien zu gehören. Wir zielen auf die Umsetzung von Projekten für einen Industrie 4.0 Standard ab. Dabei sind zwei wesentliche Faktoren zu beachten: der Mensch und die Maschine.

"Bei den Maschinen ist es notwendig, ein breites Sichtfeld auf alle einflussgebenden Faktoren zu haben. Das Umfeld, das die Entwicklung beeinflusst, wird mit der zunehmenden Digitalisierung ja selbst auch mit verändert."
Martin Halda, Projektmanager Engineering & Quality, Böhler Schmiedetechnik GmbH & Co KG

Der Mensch ist jedoch der wichtigste Faktor. Der richtige und gepflegte Umgang miteinander sowie gegenseitige Wertschätzung sind von großer Bedeutung. Für mich als Projektmanager ist auch der Austausch im Team enorm wichtig, sogar der informelle, wenn ich beispielsweise Kollegen auf dem Gang treffe. Nicht selten entstehen dort neue Ideen. Ein gemeinsames Verständnis für die Veränderung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Christopher Eberl