Mein nächtlicher Hochofen-Besuch 2 Minuten Lesezeit
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Mein nächtlicher Hochofen-Besuch

Daniel Ramaseder

Im November 2013 startete die Steel Division ein neues, umfangreiches Traineeprogramm für insgesamt acht Jung-Techniker. Trainee Daniel Ramaseder, dessen Zielposition „Betriebsingenieur am Hochofen“ sein soll, schildert in seinem ersten Blogbeitrag seine Eindrücke zum Hochofen A, der für routinemäßige Instandhaltungsarbeiten stillgesetzt wurde.

voestalpine Hochofen ADer Hochofen schläft nie! Aus diesem Grund machte ich mich am 15. Jänner 2014 kurz vor 1 Uhr morgens auf den Weg zum Hochofen A. Dort liefen bereits die Vorbereitungen zum Stillsetzen des Hochofens auf Hochtouren. Die temporäre Stillsetzung wird oft genutzt, um etwaige und vor allem notwendige Instandhaltungsarbeiten durchführen zu können. Ich durfte auf der Gießbühne live dabei sein und meinen Wissensstand zur praktischen Fahrweise eines Hochofens und dem Stillsetzen erweitern. Definitiv kein alltägliches Ereignis! Gegen 02.50 Uhr war der Hochofen schließlich komplett stillgesetzt und die Instandhaltungsmaßnahmen konnten somit beginnen.

Das Ganze verstehen

Während den Instandhaltungsarbeiten verfolgte ich in der Warte die nachgeschalteten Prozessschritte zu den Gasarbeiten, machte mich mit den unzähligen Anzeigen auf den Bildschirmen vertraut und ließ mir von den erfahrensten Mitarbeitern in der Warte so viel wie möglich erklären. Um die Komplexität der Roheisenerzeugung komplett zu verstehen, war es für mich wichtig, auch die Hintergründe der einzelnen Schritte zu verstehen.

"Die Kollegen in der Warte sind ein sehr gut eingespieltes Team und finden auch in stressigen Momenten die Zeit, mir in Ruhe gewisse Dinge zu erklären. Das drückt für mich auch Professionalität aus! Ich persönlich habe aus diesem Einsatz viel mitnehmen können und freue mich schon auf meine zukünftigen Arbeiten, die sowohl die beiden 8-Meter-Öfen als auch den großen Hochofen A betreffen werden."
ZitatDaniel Ramaseder, Trainee (TR)

Gegen 06.00 Uhr morgens war für mich der Einsatz am Hochofen A beendet und ich fuhr zurück ins Büro. Im Anschluss widmete ich mich noch ein paar Stunden dem Tagesgeschäft und beendete gegen Mittag meinen Arbeitstag. Abschließend kann gesagt werden, dass meine Entscheidung, mich für diese Stelle zu bewerben, goldrichtig war. Für mich bedeutet das eine große Chance, auch mal vom Schreibtisch wegzukommen und meine Arbeiten nahe mit der Praxis verbinden zu können.