Balanceakt für das Familienleben 3 Minuten Lesezeit
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Balanceakt für das Familienleben

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Karriere-Themen sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er Einblicke in die Arbeitswelten des voestalpine-Konzerns.

Der High Mobility Pool, ein internationales Trainee-Programm für Leute mit einigen Jahren Berufserfahrung, soll die Internationalisierungsstrategie der voestalpine unterstützen. Unsere internationalen Mitglieder Otávio Araujo (Brasilien) und Pinedo Renata (Mexiko) sprechen im ersten Teil des Interviews über das Assessment Center und ihr Leben fern von der Familie.

Unsere internationalen Mitglieder des High Mobility Pool Programms werden in unserem Corporate Blog über ihr Leben und ihre Erfahrungen mit der Arbeit bei der voestalpine Group berichten. Einen Überblick aller Artikel über das High Mobility Pool Programm finden Sie hier.

High Mobility Pool: Die Generation 2015

High Mobility Pool: Die Generation 2015

Was waren Ihre ersten Gedanken nach dem Assessment Center und nachdem Sie für das High Mobility Pool Programm ausgewählt worden waren?

Renata PinedoRenata Pinedo: Nach dem Assessment Center war ich erschöpft, aber stolz auf mich; ich wusste, dass ich mein Bestes gegeben hatte und nun nur noch auf eine Entscheidung warten musste. Als der Anruf kam, war ich gerade am Flughafen und wartete auf meinen Heimflug. Das löste bei mir viele verschiedene Gefühle aus ─ ich verspürte Stolz, Aufregung, aber auch Angst davor, wie sehr mein Leben sich ändern würde. Während der zehn Stunden meines Heimflugs fragte ich mich, wer wohl die anderen Mitglieder des Pools sein würden, und ob wir während dieser gemeinsamen Reise Freunde werden würden.

"Ich verspürte Stolz, Aufregung, aber auch Angst davor, wie sehr mein Leben sich ändern würde."
Renata Pinedo, Teilnehmerin des High Mobility Pool Programms

 

Otávio AurajoOtávio Araujo : Ich war besonders neugierig auf meine neuen Kollegen, denn im Assessment Center konnte ich mich nicht wirklich mit ihnen unterhalten, und so hatte ich keine Vorstellung von ihren Persönlichkeiten. Ich wusste nur, dass ihr Leben in den nächsten zwei Jahren sehr ähnlich verlaufen würde wie meines, und wenn sie sich dieser Herausforderung stellen wollten, hatten wir schon etwas gemeinsam. Als wir uns schließlich für die Einführungsschulung in Linz trafen, stellte ich angenehm überrascht fest, dass wir mehr gemeinsam hatten als ich dachte, obwohl wir aus verschiedenen Kulturen und Verhältnissen kamen. Wir verstanden uns rasch gut, tauschten Pläne und Erfahrungen aus und hatten viel Spaß.

 

Was waren Ihre ersten Bedenken wegen der Vereinbarkeit Ihres Familienlebens mit einer „mobilen Karriere“?

Otávio Araujo : Meine Frau und ich entschieden uns ganz bewusst für die Bewerbung für das Programm, da uns von Anfang an klar war, wenn ich akzeptierte, würde die Logistik für unser Familienleben während der zwei Jahre schwierig sein. Aber für uns war der Gewinn der beruflichen und persönlichen Erfahrung eine einmalige Gelegenheit, die die logistischen Schwierigkeiten bei weitem überwog. Nun, da die Herausforderung angenommen ist, kann ich sagen, dass wir nichts bereuen – Gewiss, ich musste einige Meilen mehr fliegen, um sie zu treffen, bevor sie an meinem ersten Standort zu mir ziehen konnte, und leider versäumten wir einige Familienfeiern, doch es gab unglaublich viele großartige Augenblicke und unvergessliche Erlebnisse.

"Der Gewinn der beruflichen und persönlichen Erfahrung war eine einmalige Gelegenheit, die die logistischen Schwierigkeiten bei weitem überwog."
Otávio Aurajo, Teilnehmer des High Mobility Pool Programms

 

Renata Pinedo: Ursprünglich bewarb ich mich für das Programm, weil es einfach eine traumhafte Gelegenheit schien; ich hatte keine konkreten Erwartungen und konnte mir nicht vorstellen, wirklich ausgewählt zu werden. Als das passierte, war mir klar, dass ich keine perfektere Karrierechance finden würde, machte mir aber auch Sorgen, wie sich das Ganze auf meine langfristige Beziehung mit meinem Freund auswirken würde. Schließlich unterstützte er mich aber sehr dabei, den Sprung zu wagen, und tut dies auch weiterhin während dieser ganzen Erfahrung. Die Balance zu finden war schwierig, aber letztendlich schaffen wir es mit viel Bemühen, Geduld, Reisen und sehr viel Skypen.

Christopher Eberl