Trotz Dezentralität auf das Gemeinsame schauen 3 Minuten Lesezeit
Arbeitswelten

Trotz Dezentralität auf das Gemeinsame schauen

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Karriere-Themen sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er Einblicke in die Arbeitswelten des voestalpine-Konzerns.

Im Zuge der 650-Jahre-Feierlichkeiten zeigen wir einige voestalpine-Mitarbeiter, die an der Universität Wien ein Studium absolviert haben. Erfahren Sie im folgenden Interview mehr über Georg Reiser, Konzernpersonalchef in der voestalpine AG.

Georg Reiser, Konzernpersonalchef, voestalpine AG

Georg Reiser, Konzernpersonalchef, voestalpine AG

In Maria Enzersdorf (im Bezirk Mödling) aufgewachsen, startete Georg Reiser nach der Matura am BRG Mödling das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Trotz erfolgreichem Abschluss & Jobmöglichkeiten im Berufsfeld der Juristen, zog es Georg Reiser doch eher Richtung Human Resources. Die Motivation dahinter lesen Sie im folgenden Interview.

 

Warum ist Ihr Studium interessant bzw. hilfreich für den jetzigen Job?

Aus der damaligen Sicht waren für mich die Rechtswissenschaften jenes Studium mit den vielfältigsten Optionen: Staatsdienst (Richter oder Staatsanwalt), Anwalt oder Wirtschaft. Ich bin zwar schon lange nicht mehr rein juristisch tätig, in meiner Arbeit sind aber Kenntnisse des Arbeitsrechts unabdingbar. Zu meiner Studienzeit war dieser Bereich aber noch kein eigenes Fach, sondern wurde im Handelsrecht mitgeprüft. Das hat sich inzwischen längst geändert.

"Insgesamt helfen natürlich immer noch die erlernten juristischen Methoden bei Problemanalyse und -lösung."
Georg Reiser, Konzernpersonalchef, voestalpine AG

 

Welcher Moment blieb Ihnen in Ihrem Studium besonders in Erinnerung?

Beim Rigorosum zum bürgerlichen Recht ist der Prüfer eingeschlafen, was in diesem Fall sicherlich zur Objektivierung der Beurteilung beigetragen hat: Ich habe ein Gut bekommen!

 

Wie & Wann sind Sie zur voestalpine gekommen?

Im Unternehmen bin ich seit 2008, aber mit Vordienstzeiten in der Special Steel Division (vormals Böhler-Uddeholm AG) sowie in anderen Unternehmen. Meinen ersten Job „errang“ ich 1988 in einem Assessmentcenter bei der damaligen PCD Polymere (nunmehr Borealis). Dann immer Job Rotations: zuerst in die ÖIAG & dann zu Böhler-Uddeholm.

 

Beschreiben Sie bitte kurz Ihren Tätigkeitsbereich.

Mein Aufgabengebiet in der voestalpine ist sehr vielfältig: von den Managerverträgen, Compensation & Benefits über Management Development bis hin zum Employer Branding. Starker Fokus vor allem auf Richtlinien und Standards für die HR-Arbeit im gesamten voestalpine-Konzern.

 

Was gefällt Ihnen bei Ihrem Job bzw. an der voestalpine Arbeitswelt besonders?

Die voestalpine ist eine sehr komplexe und heterogene Organisation, in der man nicht von einer einheitlichen Arbeitswelt sprechen kann.

"Die Herausforderung liegt darin, bei aller Dezentralität auf das Gemeinsame zu schauen, sodass die Gruppenidentität gestärkt wird."
Georg Reiser, Konzernpersonalchef, voestalpine AG

 

Welchen Tipp haben Sie für potenzielle Bewerber für Ihr Arbeitsgebiet?

Bewusstsein, dass im Bereich Human Resources viele interne sowie externe Stakeholder zu berücksichtigen sind. Man benötigt Einfühlungs- und gleichzeitig aber auch Durchsetzungsvermögen!

 

Christopher Eberl