voestalpine unterwegs im Web 2.0 3 Minuten Lesezeit
Innovation

voestalpine unterwegs im Web 2.0

Stephanie Bauer
Als voestalpine Digital Native der ersten Stunde ist Stephanie Bauer für die Corporate Online & Social Media Strategie verantwortlich, als Chef vom Dienst für das Themenmanagement im Newsroom.

2009 startete voestalpine als eines der ersten österreichischen B2B-Unternehmen mit eigenen Social Media Auftritten. Aus dem anfänglichen Learning by Doing wurde eine langfristige, konzernumgreifende und international Social Media Strategie, die ein fester Bestandteil in der Unternehmenskommunikation ist.

Online & Social Media Team

Online & Social Media Team 2016

Laut einer Studie aus dem Jahr 2009 nutzten damals 60 % der österreichischen Internetnutzer Facebook und Twitter – Tendenz steigend. Acht Jahre später ist die Zahl der heimischen User auf 71 % gestiegen und es ist kaum noch vorstellbar, dass ein Unternehmen nicht auf den gängigen Social Media Plattformen zumindest präsent ist.

Facebook & Co. sind 2009 erst richtig in Österreich angekommen und wurden erstmals von Usern im privaten Umfeld genutzt. Viele heimische Unternehmen wollten den anfänglichen Hype erstmal abwarten und sich später mit den „Neuen Medien“ auseinander setzen. voestalpine war als B2B-Unternehmen mutiger und erkannte die Möglichkeiten, die sich durch die direkte Interaktionsmöglichkeit und den Austausch mit den Usern bot, schnell.

 

Social Media, der entscheidende Schritt voraus

voestalpine Facebook

voestalpine FB Page im Jahr 2011

Die ersten Social Media Aktivitäten starteten mit der Implementierung des „Innovation Blogs“ im Oktober 2009. Dieser wurde hauptsächlich für Themen wie Innovation, Fortschritt, der Vorreiterrolle in der Technologie rund um die Stahlerzeugung und -anwendungen ins Leben gerufen, da diese auf der Corporate Website wenig Platz fanden. Nach und nach kamen weitere Plattformen wie Twitter und Facebook hinzu. Dabei waren das schrittweise Vorgehen und die stückweise Implementierung in die Gesamtkommunikation ausschlaggebend für den Erfolg. „Wichtig war vor allem, die Dinge im Kleinen zu testen und auszuprobieren, die Dynamik der einzelnen Plattformen zu verstehen und eine dementsprechende Strategie auf den Channel abgestimmt zu entwickeln.“, erinnert sich Andrea Zajicek, damals für den Social Media Auftritt verantwortlich, zurück.

 

Social Media Manual

Bereits im Jahr 2010 gab es ein Social Media Manual für Mitarbeiter

Da das – anfänglich noch so genannte – Web 2.0 noch sehr jung war, gab es wenig Know-how und man tastete sich schrittweise an Plattformen und Entwicklungen heran. Und genau dieses Herantasten stellte für voestalpine die Chance dar, das Image und die Bekanntheit des Unternehmens zu steigern und die wichtigen Konzernbotschaften über die Kanäle zu verankern und neue Zielgruppen zu erreichen. Andrea Zajicek sieht ganz klar das richtige Timing und Flexibilität des Unternehmens als einen der Erfolgsfaktoren für die erfolgreiche Implementierung von Social Media: „Unternehmen, die später auf diesen Zug aufgesprungen sind, hatten es insofern schwerer, da schon höhere Erwartungen mit einer Social Media Präsenz verbunden waren. Unser Startvorteil war, in diese Welt hineinzuwachsen und dies hat meiner Ansicht nach extrem gut funktioniert.“

Social Media als integrativer Bestandteil der Gesamtkommunikation

Seit der Einführung von Social Media sind immer wieder neue Plattformen hinzugekommen und andere verschwunden, dennoch ist die Reichweite kontinuierlich gestiegen. Sogar einen Einfluss auf die Wahrnehmung des Konzerns stellt Gerhard Kürner, ehemaliger Kommunikationschef der voestalpine, fest: „In der Branche wurden wir als Vorreiter gesehen und die Aktivitäten haben – vor allem in Österreich – einen substantiellen Beitrag geleistet, dass die voestalpine als ein internationaler Industrie- und Technologiegüterkonzern gesehen wird, und nicht als der Stahlkocher aus Linz.“

Website 20 Jahre Website: www.voestalpine.com/www1996

Stephanie Bauer