Was macht eine 12 Tonnen schwere Fallkugel im Stahlwerk? 2 Minuten Lesezeit
Innovation

Was macht eine 12 Tonnen schwere Fallkugel im Stahlwerk?

Viktoria Steininger (Karenz)
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Wenn eine 12 Tonnen schwere Stahlkugel mit 1,5 m Durchmesser die Gießerei in Linz verlässt, fragt sich wohl mancher, was das zu bedeuten hat.

Giesserei FallwerkskugelSeit fast 10 Jahren liefert die voestalpine Giesserei Linz GmbH Kugeln aus Stahlguss an das Wertstoff-Zentrum am Standort Linz. Das Wertstoff-Zentrum ist ein Kompetenzzentrum für die Aufbereitung und Vermarktung von Hüttennebenprodukten. Aus den Nebenprodukten von Hochofen- und Stahlwerk werden dort durch gezielte Verfahrensschritte hochwertige Qualitätsprodukte hergestellt. Die gelieferten Kugeln an das Wertstoff-Zentrum sind beispielsweise aus nickellegiertem Stahlguss und haben ein Gewicht von 12 Tonnen und einen Durchmesser von 1,5 m.

Wozu werden Fallkugeln benötigt?

Giesserei Fallwerkskugel in Aktion

Die 12 Tonnen schwere Fallkugel wird aus rund 14 Metern Höhe abgeworfen und zertrümmert das erstarrte Roheisen.

Wenn das flüssige Roheisen vom Hochofen nicht an das Stahlwerk geliefert werden kann, kommt es zur Entleerung in eine eigens dafür gebaute, überdachte Halle: die Roheisen-Verfestigungsanlage. Die Gruben dieser Halle fassen ca. 8.000 t flüssiges Roheisen. Ist das Roheisen abgekühlt, wird eine Fallkugel von ca. 14 m Höhe auf das erstarrte Roheisen fallen gelassen. Durch die enorme Wucht beim Aufprall brechen chargierfähige Stücke aus dem Roheisen heraus. Diese werden abschließend abtransportiert, sodass die Anlage wieder neues Roheisen aufnehmen kann.

Viktoria Steininger (Karenz)