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Der Weg zum international erfolgreichen Konzern

Der Ursprung der voestalpine liegt in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz, wo sich heute die Konzernzentrale befindet. Dort begann auch der Weg zum international erfolgreichen stahlbasierten Technologie- und Industriegüterkonzern. Heute ist das einst verstaatlichte Unternehmen eine global tätige Unternehmensgruppe mit rund 500 Konzerngesellschaften und-standorten in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten.

Technologische Revolution war Basis für Internationalisierung

LD-Schlacke im LD-VerfahrenMit der Entwicklung des LD (Linz-Donawitz)-Verfahrens ab 1949 begann die Internationalisierung  der damaligen „Vereinigten Österreichischen Eisen- und Stahlwerke (VÖEST)“. Dieses revolutionäre Verfahren zur Stahlerzeugung fand in aller Welt seine Abnehmer und wurde über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. Bereits 1960 ging im indischen Rourkela eines der ersten LD-Stahlwerke außerhalb Österreichs in Betrieb. Heute werden etwa 70 Prozent des weltweit erzeugten Stahl mittels LD-Verfahren produziert.

Forcierung auf Hightech-Produkte

Nach der Krise der verstaatlichten Industrie unterzog sich die „VOEST-ALPINE STAHL AG“ ab 1986 einer konsequenten Neustrukturierung und -ausrichtung. Schwerpunkte dieser Strategie waren die Forcierung von Hightech-Produkten mit noch weiter fortschreitendem Veredelungsgrad sowie die verstärkte Ausweitung der Internationalisierung nach West und Ost. Investitionen in Forschung und Entwicklung brachten richtungsweisende Innovationen und Technologien wie die Bandbeschichtungsanlage COLOFER® in Linz sowie die spezialkopfgehärteten Schienen in einer Länge von bis zu 120 Metern der damaligen VOEST-ALPINE SCHIENEN GmbH & CO KG Donawitz hervor.

Erfolgsstory zum privatisierten, börsennotierten Unternehmen

vignolMit dem Börsengang 1995 erreichte die Phase konsequenter Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung ihren Höhepunkt. Die Strategie der „VOEST-ALPINE STAHL AG“  leitete ab 1997 eine Phase kontinuierlichen Wachstums und Expansion in vielen Geschäftsfeldern ein. In dieser Zeit wurde beispielsweise das britische Unternehmen METSEC plc. übernommen und das Joint-Venture von über 90 % der VAE in Zeltweg, dem Weltmarktführer für Weichentechnologie, beschlossen. Im Jahr 2001 und 2002 investierte die voestalpine dann vor allem in die Wachstumsbereiche Bahnsysteme und motion (Automotive), mit Übernahmen von Polynorm, VAE (Vollkonsolidierung) und Elmsteel.

Übernahme von BÖHLER-UDDEHOLM

2007-Böhler-Uddeholm-Übernahme_2Die bisher größte Akquisition der voestalpine stellt die BÖHLER-UDDEHOLM AG dar, die 2007 mehrheitlich übernommen wurde. Die voestalpine erwarb einen global präsenten Hersteller und Verarbeiter von Edelstahl, was sogleich ein bedeutender Schritt für die Internationalisierung des Konzerns darstellte.

Auch 2012 investierte die voestalpine international: Standorte in China, Südafrika, Rumänien, Deutschland und Mexiko wurden ausgebaut. Zusätzlich begann der Bau eines Automobilkomponenten-Werks in den USA (Georgia).

Beginn einer neuen Ära: Direktreduktionsanlage in Texas

HBI Anlage Texas2013 wurden schließlich die Weichen für ein weiteres Großprojekt gestellt: die Standortentscheidung für eine neue Direktreduktionsanlage fiel auf Corpus Christi in Texas. Diese Investition stellt mit 550 Mio. EUR die bislang größte Auslandsinvestition des Konzerns bzw. eines österreichischen Unternehmens in den USA dar. Mit der Inbetriebnahme im Oktober 2016 vollendete der voestalpine-Konzern einen weiteren bedeutenden Meilenstein in der konsequenten Umsetzung seiner Internationalisierungsstrategie.

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