Bau der HBI-Anlage in Corpus Christi schreitet zügig voran 3 Minuten Lesezeit
Innovation

Bau der HBI-Anlage in Corpus Christi schreitet zügig voran

Viktoria Steininger (Karenz)
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Der Bau der neuen Direktreduktionslage in Corpus Christi, Texas, ist voll im Gang. Nach der Fertigstellung werden jährlich zwei Millionen Tonnen HBI (Hot Briquetted Iron) produziert werden.

Die voestalpine errichtet eine Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas. Mit den Bauarbeiten wurde sofort nach dem erfolgreichen Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung im Frühjahr 2014 begonnen. Mit dem Projekt liegt man bei voestalpine Texas LLC somit voll im Zeitplan und es kann planmäßig im Dezember 2015 fertiggestellt werden.

Erster Teil der Stahlkonstruktion

stahlkonstruktion

Stahlkonstruktion: erste Stützen wurden Ende Oktober 2014 verankert.

Mit dem Beginn der Bauarbeiten sieht man nun zum ersten Mal die Dimensionen der neuen HBI-Anlage in Texas. Sie wird weltweit die größte und modernste Anlage ihrer Bauart sein. Wo vor kurzem noch die Fundamente betoniert wurden, steht jetzt bereits der erste Teil der Stahlkonstruktion, die in etwa einem Jahr das Herzstück der Anlage beherbergen wird. Der Reduktionsschacht, im Fachjargon „metallurgischer Reaktor“, wird später in dem 136 m hohen Turm verankert. Damit der Turm hohen Windlasten standhalten kann, steht dieser auf einem 3.600 m³ großen Fundament (das entspricht dem Volumen von rund 600 Betonmischern).

Bau der Verladestelle und des Docks

baustelle go west

Der Bau der neuen Direktreduktionslage in Corpus Christi, Texas, ist voll im Gang.

Ein weiteres Herzstück der HBI-Anlage – die Verladestelle, an der jährlich 2 Mio. Tonnen HBI (Hot Briquetted Iron) und 3 Mio. Tonnen Eisenerzpellets umgeschlagen werden – ist ebenfalls im Bau. Die Fahrtrinne für die Hochseeschiffe wurde bereits fertiggestellt. Derzeit gilt in diesem Bereich das Hauptaugenmerk auf dem Bau des Docks. Dieses wird nach Fertigstellung zwei Entladekräne, einen Schiffsbelader, einen Kühlwassereinlauf, zwei Wasserausläufe, drei Meerwasserpumpen, eine Chlorungsanlage, eine Umspannstation, sowie die beiden Transportförderbänder (Erz sowie HBI) beherbergen. Geschäftiges Treiben ist auf dem gut 300 m langen Dock somit vorprogrammiert.

Erste Aufträge bereits sicher

Die Verkaufsmannschaft aus dem Projektteam war ihrerseits auch schon sehr erfolgreich. Es gilt ja neben den 680.000 Tonnen HBI für Linz und 120.000 Tonnen für Donawitz knapp 1,2 Mio. Tonnen HBI am Markt zu verkaufen. Diese Menge ist zum Großteil durch Verträge bzw. Absichtserklärungen schon an Kunden „verkauft“.

Mehr Informationen:

Viktoria Steininger (Karenz)