voestalpine-Konzern erhöht jährliche Forschungsmittel auf 100 Mio. EUR
- Von zuletzt 87 Mio. EUR – damit weitere Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 15 %.
- F&E-Aufwendungen haben sich seit 1991 vervierfacht.
- Integration von Böhler-Uddeholm in die Forschungs- und Entwicklungsorganisation als neue Division Edelstahl verläuft erfolgreich.
Sowohl der bisher aus vier Divisionen bestehende voestalpine-Konzern als auch die seit 1. Juli als Division Edelstahl geführte Böhler-Uddeholm-Gruppe hätten ihre F&E-Aufwendungen bereits seit vielen Jahren kontinuierlich erhöht und zählten zu den innovativsten Unternehmen der Branche.
Insgesamt sei das nunmehr gemeinsame ausgewiesene Budget für Forschung und Entwicklung seit Beginn der 1990er-Jahre von 26,5 Mio. EUR auf zuletzt 87 Mio. EUR gesteigert worden. Der nochmalige deutliche Anstieg auf annähernd 100 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr entspreche in diesem Zeitraum einer Vervierfachung der für Forschung und Entwicklung vorgesehenen Mittel.
Die F&E-Quote (gemessen am Umsatz) beider Unternehmen sei bereits bisher mit 1,0 bzw. 0,7 % deutlich über dem Branchendurchschnitt von 0,4 % gelegen; der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben an der Wertschöpfung der voestalpine-Gruppe habe im vergangenen Geschäftsjahr sogar 2,2 % betragen und liege damit seit sieben Jahren konstant über der 2-Prozent-Marke.
Auch deutlicher Anstieg bei Forschungs- und Entwicklungsmitarbeitern
Die Integration der Forschungsorganisation von Böhler-Uddeholm in die voestalpine-Gruppe sei laut Schwab unmittelbar nach der Übernahme begonnen worden und verlaufe seitdem sehr erfolgreich. Unter „Synergien“ sei dabei nicht die Kürzung von Forschungsmitteln oder die Reduzierung von „Forscherköpfen“ zu verstehen, „sondern es geht vielmehr um das Zusammenführen von Know-how und die Bündelung der Kompetenzen in gemeinsamen Schwerpunktbereichen, in denen beide Teile ihre Stärken und Erfahrungen bestmöglich verbinden können“.
„Existenzielle Bedeutung“ für Erfolg der voestalpine als Qualitätsanbieter
Besonders hob Schwab in diesem Zusammenhang die Verbindung von Werkstoff- und Verarbeitungsknow-how hervor, die eine der wichtigsten Stärken des voestalpine-Konzerns darstelle. „Wir denken und forschen bereichsübergreifend entlang der kompletten Wertschöpfungskette und können unseren Kunden damit integrierte Lösungen anbieten.“ Das bedeute, dass etwa eine neu entwickelte Stahlsorte auch in den Verarbeitungsdivisionen erprobt und die unterschiedlichen, hochspeziellen Be- und Verarbeitungsprozesse gemeinsam weiterentwickelt und optimiert würden.
„Nicht nur beim Werkstoff führend, sondern auch in der Umwelttechnologie“
Als weitere „Erfolgsfaktoren“ nannte Schwab die effiziente F&E-Struktur, die 350 Gesellschaften in fast 60 Ländern koordiniere, mehr als 60 nationale und internationale Kooperationen mit Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen, langjährige, intensive Entwicklungspartnerschaften mit Kunden und nicht zuletzt eine „offene Unternehmenskultur, die Neues fördert – denn jeder unserer mehr als 40.000 Mitarbeiter ist ein potenzieller Innovationsträger“. Wesentlich sei weiters, dass F&E nicht als „isolierter Bereich in Labors“ agiere, sondern unmittelbar in die operativen Geschäftsprozesse eingebunden sei.
„Sie ist daher auch nicht nur auf den Werkstoff im klassischen Sinn begrenzt, bei dem die voestalpine zu den weltweit innovativsten Unternehmen gehört, sondern wir zählen auch in der Entwicklung neuer umweltrelevanter Technologien zu den weltweiten Vorreitern.“ So sei die voestalpine etwa das weltweit erste Stahlunternehmen, das fossile Energieträger im Hochofenprozess durch Altkunststoffe ersetze und damit CO2-Emissionen um mehr als 400.000 Tonnen pro Jahr weiter deutlich reduziere. (2.10.2007)
*) Das „F&E-Äquivalent“ gibt an, wie viele Personen umgerechnet in “Mannjahren” F&E-Aufgaben wahrnehmen, selbst wenn in diesem Bereich keine eigene Forschungsabteilung besteht.



