voestalpine nach bestem Halbjahr der Konzerngeschichte erneut auf Rekordkurs
- Umsatz um 8 % auf über 3,5 Mrd. EUR erhöht.
- EBIT um 23 % auf 455,4 Mio. EUR verbessert.
- Ergebnis je Aktie von 1,62 auf 2,05 EUR gestiegen.
- Alle vier Divisionen mit deutlichen Ergebnisverbesserungen.
- All-time High für voestalpine-Aktie.
- Konzern steht vor neuem Rekord-Geschäftsjahr 2006/07.
Zum bereits fünften Mal in Folge legte der voestalpine-Konzern ein verbessertes Halbjahresergebnis vor. Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2006/07 waren mit deutlichen Steigerungen bei Umsatz und sämtlichen Finanzdaten gegenüber dem Vorjahr die bisher besten in der Unternehmensgeschichte.
Die wichtigsten Kennzahlen für das 1. Halbjahr 2006/07 im Vergleich zu jenen des vergangenen Geschäftsjahres im Überblick:
- Die Umsatzerlöse stiegen um 7,8 % von 3.262,4 Mio. EUR auf 3.515,7 Mio. EUR.
- Der EBITDA (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen und Amortisation) erhöhte sich um 14,4 % von 549,7 Mio. EUR auf 628,7 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge beträgt damit 17,9 % gegenüber 16,8 % im Vorjahr.
- Der EBIT (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit) erreichte 455,4 Mio. EUR, dies entspricht einer Steigerung um 22,6 % (371,5 Mio. EUR). Die EBIT-Marge verbesserte sich dadurch von 11,4 % auf 13,0 %.
- Das EBT (Ergebnis vor Steuern) betrug 436,1 Mio. EUR und lag damit um 25,4 % über dem Vorjahr (347,9 Mio. EUR).
- Ähnlich deutlich stieg das Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss), das mit 328,8 Mio. EUR um 26,3 % über jenem des letzten Jahres (260,4 Mio. EUR) lag.
- Das Ergebnis je Aktie für das 1. Halbjahr 2006/07 belief sich auf 2,05 EUR und erhöhte sich damit gegenüber der letzten Hälfte des vergangenen Geschäftsjahres (1,62 EUR) um 26,5 %.
- Das Eigenkapital des voestalpine-Konzerns belief sich zum 30. September 2006 auf 2.751,7 Mio. EUR und lag damit im Vergleich zum entsprechenden Stichtag des Vorjahres (2.326,0 Mio. EUR) um 18,3 % höher. Da sich gleichzeitig die Nettofinanzverschuldung von 610,8 Mio. EUR um 45,1 % auf 335,6 Mio. EUR verringert hat, ergibt sich ein signifikanter Rückgang der Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung in Prozent des Eigenkapitals) von 26,3 % auf 12,2 %.
- Per 30. September 2006 beschäftigte die voestalpine-Gruppe 24.103 Mitarbeiter (exklusive Lehrlinge). Im Vergleich zum Vorjahr (23.548) entspricht dies einem Beschäftigtenzuwachs um 2,4 %.
Geschäftsverlauf des voestalpine-Konzerns
Der rund 8%ige Umsatzanstieg auf über 3,5 Mrd. EUR ist im Wesentlichen auf organisches Wachstum in den Divisionen Stahl (+8,9 %) und Bahnsysteme (+8,1 %) sowie eine vor allem akquisitionsbedingte Erhöhung der Umsatzerlöse in der Division Profilform (+6,9 %) zurückzuführen, während die Division Automotive einen geringfügigen Umsatzrückgang um 2,3 % zu verzeichnen hatte, der auf eine Portfoliostraffung zurückzuführen ist.
Die Division Profilform steigerte den EBITDA um 38,4 % und den EBIT sogar um 56,2 %. Ähnlich erfreulich stellt sich die Entwicklung in der Division Bahnsysteme dar, die den EBITDA gegenüber der ersten Hälfte des Vorjahres um 33,0 % und den EBIT um 45,3 steigern konnte. Auch die Division Automotive erhöhte ihr operatives Ergebnis, und zwar um knapp 6 %, der EBITDA stieg hier nur marginal. Trotz des bereits hohen Niveaus im Vorjahr steigerte auch die Division Stahl sowohl den EBITDA (+4,4 %) als auch den EBIT (+8 %) weiter.
Die in allen vier Sparten verbesserten EBIT-Margen lagen in den Divisionen Bahnsysteme (15,0 %), Profilform (14,1 %) und Stahl (13,3 %) durchwegs nahe am konzernalen Durchschnitt von 13,0 %. Die Division Automotive erzielte mit 4,4 % ihre bisher beste EBIT-Marge in der ersten Hälfte eines Geschäftsjahres, sie lag damit leicht über dem Vergleichswert des Vorjahres (4,1 %).
Die erfreuliche Entwicklung im 1. Halbjahr 2006/07 bei Umsatz und Ergebnis des voestalpine-Konzerns resultiert aus einer im allgemeinen stabil hohen beziehungsweise tendenziell sogar noch steigenden Nachfrage in Europa aus allen wesentlichen Kundenbranchen (Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, Bau, Hausgeräte, Bahninfrastruktur sowie Energie) und damit gestiegenen Liefermengen sowie einem gegenüber dem Vorjahr höheren Erlösniveau.
Akquisitionen in Verarbeitungsdivisionen – Bahnsysteme erwerben weiteres Unternehmen in Deutschland
Der voestalpine-Konzern steht darüber hinaus unmittelbar vor dem Abschluss einer weiteren Akquisition, die noch im November 2006 erfolgen wird: Die Division Bahnsysteme planen – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung – den mehrheitlichen Erwerb der Stahlberg Roensch Duisburg GmbH. Das Serviceangebot dieses Unternehmens umfasst die Lagerung von ultralangen Schienen, die baustellengerechte Vorbereitung und Konfektionierung von Langschienen-Bändern sowie die Wiederaufbereitung von Gebrauchtschienen. Die Gesellschaft erzielt damit einen jährlichen Umsatz von rund 6 Mio. EUR und beschäftigt 65 Mitarbeiter.
Schon bisher wurden die Kapazitäten des Unternehmens zur Lagerung ultralanger Hochleistungsschienen sowie auch Teile des Dienstleistungsangebotes in beträchtlichem Ausmaß durch die ebenfalls zum voestalpine-Konzern gehörende Schienenproduktionsgesellschaft TSTG Schienen Technik GmbH &Co KG in Duisburg genutzt. Durch diese Akquisition kann künftig die Lieferflexibilität und das Serviceangebot der auf die Versorgung einer Vielzahl von Gleisbaustellen nach dem „Just-in-Time“-Prinzip ausgerichteten TSTG Schienen Technik für deren Hauptkunden Deutsche Bahn AG weiter optimiert werden.
Anhaltend hohes Investionsniveau
Neues All-time High für voestalpine-Aktie
Ausblick
Vor diesem Hintergrund ist mit einer weiterhin stabilen Entwicklung in allen vier Divisionen des voestalpine-Konzerns zu rechnen. Konkret sollte sich das im ersten Halbjahr erreichte Erlösniveau in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres fortführen lassen, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, dass sich das Winterhalbjahr saisonal bedingt ergebnismäßig immer etwas schwächer darstellt als die ersten sechs Monate. Zusätzlich wird die Ergebnisentwicklung in der Division Stahl in dieser Periode durch Sonderkosten im Ausmaß von rund 40 Mio. EUR aus dem Hochlaufen neuer Großanlagen (Projekt „Linz 2010“) belastet.
Zur aktuellen Entwicklung der Preise am europäischen Stahlmarkt ist festzuhalten, dass durch verstärkte Importe von Commodities am Spotmarkt in einzelnen Regionen ein gewisser Preisdruck entstanden ist. Für die Division Stahl ergeben sich daraus kurzfristig keine nennenswerten Konsequenzen, da sie im hochqualitativen Bereich und damit nicht am Spotmarkt tätig ist. Auch für das letzte Quartal des Geschäftsjahres (1. Kalenderquartal 2007) ist daher für den Stahlbereich des voestalpine-Konzerns von einer Fortführung des derzeitigen Erlösniveaus auszugehen.
Da sowohl in allen drei Verarbeitungsdivisionen (Bahnsysteme, Automotive, Profilform) als auch – trotz der erwähnten Einschränkungen – in der Division Stahl gegenüber dem Vorjahr mit einer weiteren Ergebnisverbesserung zu rechnen ist, zeichnet sich für das Geschäftsjahr 2006/07 des voestalpine-Konzerns ein operatives Ergebnis von über 800 Mio. EUR, und damit ein neuerlicher Rekordgewinn, ab.
Downloads
Medieninformation zum 1. Halbjahr 2006/07
Aktionärsbrief zum 1. Halbjahr 2006/07


